Henschel-Museum wächst: Neue Etage für Kühlkammer und Lagerräume

Henschel-Geschichte: Unter dem Dach des Museums werden neben Fotos von Produkten auch Zeitschriften wie der Henschel-Stern und Werbeplakate aufbewahrt. Eines davon zeigt diesen (Oberleitungs-)Bus. Repro:  nh

Kassel. Das Henschel-Museum in Rothenditmold hat die oberste Etage des ehemaligen Henschel-Bürogebäudes an der Wolfhager Straße als Erweiterungsfläche bekommen. Mit Spenden finanziert soll hier nun neben Lagerräumen für das Archiv auch eine Kühlkammer entstehen.

Das Archiv des Henschel-Museums in Rothenditmold ist wieder um einige Zentner Material gewachsen. „Wir haben 50 Regalmeter Ordner mit Daten aus der Firmengeschichte bekommen“, sagt Helmut Weich. Der frühere Henschelaner ist die gute Seele eines ehrenamtlich betriebenen Großprojekts. An 200 Jahre Firmen- und Familiengeschichte des ehemals größten Arbeitgebers der Stadt soll unter dem Dach des Museums erinnert werden. Das ist seit zehn Jahren ein Provisorium, das mit viel Herzblut und wenig Geld betrieben wird.

Henschel-Geschichte hinter Glas: Helmut Weich mit einem von mehreren Tausend Negativen von Lokomotiven, Bussen und Lkw.

Jetzt geht es wieder einen Schritt voran. . „Wir haben mehrere Tausend Negative, die bei konstanten plus sieben Grad bestmöglich archiviert werden sollen“, sagt Helmut Weich. Zum Teil sind das großformatige Aufnahmen hinter Glas, Filmrollen und Dias. Sie dokumentieren die Produktion bei Henschel, dem ehemals größten Lokomotivbauer Europas. Sammler, Fachjournalisten sowie Omnibus-, Lkw- und Eisenbahnfreunde aus aller Welt interessieren sich dafür. „Wir haben immer wieder Anfragen aus Japan, Russland und den USA“, sagt Helmut Weich.

Hilfe durch Sozialprojekt

Mehr zum Henschel-Museum im Regiowiki.

Er ist froh über die Unterstützung durch das im Stadtteil angesiedelte Sozialprojekt Pedal (Perspektive durch Arbeit und Lernen). Menschen, die zum Teil seit Jahren keiner geregelten Arbeit mehr nachgegangen sind, nehmen daran teil. „Es geht darum, in kleinen Schritten wieder eine Tagesstruktur zu bekommen und zumindest stundenweise zu arbeiten“, sagt Projektleiter Ralf Pudewell von Jafka.

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Henschel-Museum, Wolfhager Straße 109, geöffnet jeden ersten Samstag und Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr. Infos unter www.henschel-museum.com

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