Kultusministerin besuchte Schulen in Kassel - Unterschriften für Eichendorff-Schule

Henzler sieht Stadt in der Pflicht

Schulbesuch: Fabian Fischer, Schüler an der Oskar-von-Miller-Schule, zeigte Kultusministerin Dorothea Henzler gestern, wie man an einer beruflichen SV-plus-Schule lernt und arbeitet. Foto:  Freimuth/nh

Kassel. Ein volles Programm mit mehreren Schulbesuchen hatte Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) in Kassel. Zwischendurch übergaben Esther Kalveram vom Förderverein der Joseph-von-Eichendorff-Schule und Schülerin Lisa Grebe der Ministerin eine Liste mit über 4000 Unterschriften für den Erhalt der Gesamtschule in Bettenhausen.

Dazu die Ministerin: Nicht sie sei jetzt gefragt, sondern der Schulträger. Die Stadt sei am Zug und müsse den Schulentwicklungsplan überarbeiten.

Im Mittelpunkt des Besuchs stand die Auszeichnung der Siegerschulen beim Projekt Prävention im Team (Pit). Henzler würdigte die Jean-Paul-Schule, die Schule Hegelsberg und die Mönchebergschule für ihr Engagement und übergab den Schulvertretern die entsprechenden Plaketten. Pit Hessen ist das Gewaltpräventionsprogramm der Landesregierung im Netzwerk gegen Gewalt, getragen vom Ministerium des Inneren und für Sport sowie des Kultus- und Sozialministeriums. Bei dem Programm kooperieren Schule, Polizei und Jugendhilfe mit dem Ziel, potenzielle Opfer zu stärken.

Außerdem besuchte die Kultusministerin das Engelsburg-Gymnasium und die Oskar-von-Miller-Schule. In der beruflichen Miller-Schule, wo Henzler aus Lotto-Mitteln 2500 Euro für einen Multimedia-Koffer überreichte, war die Ministerin regelrecht begeistert über die Umsetzung des Modells Selbstverantwortung plus. Ihre anfängliche Skepsis sei verschwunden. Nun habe sie, eine „glühende Verfechterin von selbstständiger Schule“, gesehen, wie gut es funktioniere. Die Ministerin informierte sich gestern zwei Stunden lang über den Entwicklungsstand bei der Einführung der neuen Lehr- und Lernkultur. Die neuen Räumlichkeiten, die diese Entwicklung unterstützen sollen, standen dabei im Fokus.

Schulleiter Günter Fuchs nutzte die Gelegenheit, um darauf hinzuweisen, dass es einer der nächsten Schritte für die Oskar-von-Miller-Schule sein sollte, auch die Rechtsfähigkeit als selbstständige berufliche Schule zu erlangen.

Während des Treffens im katholischen Engelsburg-Gymnasium war unter anderem das Privatschulgesetz Thema. Eine Verlängerung der Verträge mit dem Land bedeute nicht, dass das Gesetz nicht reformiert werden könne, sagte die Ministerin.

Von Christina Hein

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