Bei Herbstlicht betrachtet

Licht ist lebenswichtig. Wer im Straßenverkehr nicht gesehen wird, weil die Autoleuchten defekt sind, kann schwere Zusammenstöße verursachen oder selbst verunfallen.

Der kleine Fehler mit großer Wirkung wird bei der Hauptuntersuchung als erheblicher Mangel eingestuft und muss schnellstens behoben werden.

Licht-Test im Oktober

Die Verkehrswacht und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe laden deshalb jährlich im Oktober in die rund 38 500 Kfz-Meisterbetriebe zum Licht-Test.

Doch wie sind die Fahrzeuglenker – vorausgesetzt, technisch ist alles perfekt – auf die Licht- und Sichtverhältnisse Anfanf September eingestimmt? Was hilft, wenn die tief stehende Sonne gefährlich blendet oder nach langer Tunnelfahrt gleißend ins Auge trifft?

Geht die Sonne langsam unter, geben Dach und Sichtblende keinen Schutz mehr. Je tiefer sie steht, desto gefährlicher wird die Blendung. Autofahrer sind für Sekunden im Blindflug unterwegs. Da hilft nur: ausreichend Abstand zum Vorausfahrenden halten, runter mit dem Tempo und rauf mit der Sonnenbrille. Eine saubere Windschutzscheibe bringt zusätzlich Sicherheit. Lichtstrahlen brechen sich auf schmutzigem Glas noch mehr und blenden extrem.

Rot, Gelb oder doch Grün? Trifft das Sonnenlicht auf Ampeln, wird’s kritisch. Vor Gericht gibt es im Schadenfall für das Argument „War nicht erkennbar“ oft kein Pardon. Autofahrer müssen sich auf die Gefahr einstellen: Sonnenblende abklappen, Sicherheitsabstand wahren, Sonnenbrille aufsetzen.

Auch wenn hierzulande noch nicht vorgeschrieben, sollten Autos immer mit Licht fahren, in Alleen erst recht. Die dicht belaubten Bäume erzeugen harte Hell-Dunkel-Kontraste. Fahrzeuge ohne Licht werden vom Gegenverkehr leicht übersehen.

Was in der dunklen Jahreszeit keine Probleme bereitet, kann im Sommer bei Tageslicht schiefgehen. Auf gleißendes Tageslicht folgt eine dunkle Tunnelfahrt, dann wieder gleißendes Tageslicht.

Tunnelfahrten

Erste Regel: Bei der Tunneleinfahrt Licht einschalten und die Sonnenbrille abnehmen. Problematisch wird die Ausfahrt. Auch wenn viele Autofahrer auf die blendende Helligkeit eingestellt sind – viele andere eben nicht. Sie reagieren mit unerwarteten Fahrmanövern. Der Gefahr kann nur mit Vorsicht und ausreichendem Sicherheitsabstand begegnet werden.

In 22 europäischen Ländern gilt: Licht an am Tag und ganzjährig, also auch an hellen Sommertagen. Neu im Bunde ist in diesem Jahr die Schweiz. Italien, Rumänien, Russland und Ungarn beschränken nach Angaben des ADAC die Pflicht auf Autobahnen und außerhalb von Orten, Kroatien und Moldawien fordern das Abblendlicht in den Wintermonaten. Frankreich und Deutschland geben zwar die Empfehlung, schreiben die Regel aber nicht unter Strafandrohung vor. Und die kann woanders teuer werden. Einsamer Spitzenreiter ist Norwegen mit rund 245 Euro, gefolgt von Estland und Dänemark mit zirka 190 beziehungsweise 135 Euro. (nh)

Liebe Leserinnen und Leser,

der Inhalt dieses Artikels entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner. Da eine faire Betreuung der Kommentare nicht sichergestellt werden kann, ist der Text nicht kommentierbar.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.