100 Aussteller sind dabei

Herbstzauber in der Karlsaue: Pflanzen und Zubehör rund um den Garten

Dieses Gewächs ist pflegeleicht: Bei Heike Mehle und ihrem Mann Stefan Rumpf gibt es auch Bäume aus Stahl (349 Euro). Natürlich haben die Gärtner auch lebende Pflanzen im Angebot. Fotos: Koch

Kassel. Viele Menschen hätten im Herbst mit dem Garten bereits abgeschlossen, sagt Christian Rode, Veranstalter des Kasseler Herbstzaubers, der von heute, 26. September, bis Sonntag, 28. September, wieder in der Karlsaue stattfindet. Dabei sei jetzt die beste Zeit, um Neues zu pflanzen.

„Wer im Frühjahr etwas Schönes im Garten haben möchte, muss sich jetzt kümmern.“

Rode ist aber zuversichtlich, dass die Gartenausstellung über das Wochenende wieder viele Menschen anlocken wird. Er rechnet mit insgesamt 12.000 Besuchern, die sich an den Ständen von rund 100 Ausstellern aus ganz Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Spanien über Pflanzen informieren und diese auch kaufen wollen. Das Wetter scheint optimal zu werden. „Ab Freitag ist es trocken und um die 20 Grad warm“, sagt Rode.

Nicht nur viele Besucher sind von dem Ambiente in der Karlsaue begeistert, sondern auch die Aussteller. „Das ist hier superschön“, sagt Sven Hühla, der für eine Baumschule in Hamburg arbeitet. Bei ihm kann man besondere Sträucher und Büsche wie zum Beispiel eine Fadenzypresse kaufen.

Die Fakten in Kürze

Herbstzauber Kassel, Karlsaue und Blumeninsel Siebenbergen, Freitag, 26., bis Sonntag, 28. September, 10 bis 18 Uhr, Eintritt: 7 Euro, ermäßigt 5 Euro, Kinder unter zwölf frei, bis 17 Jahre: 1 Euro.

Mehr Infos finden Sie unter  www.gartenfestivals.de

Wer am Stand von Oliver Rotter aus Potsdam kauft, kann sich erst im kommenden Frühjahr an den Blumen erfreuen. Rotter hat Zwiebeln aller Art im Angebot. Zig Tulpensorten, Narzissen und Krokusse. Besonders angesagt sei derzeit die Ice-Cream-Tulpe, die in diesem Jahr auf allen Landesgartenschauen gezeigt worden wäre, sagt Rotter. Eine Trendblume, die ihren Preis hat: Fünf Zwiebeln kosten acht Euro.

Rotter setzt aber auch auf Altbewährtes: Bei ihm gibt es auch die Dichter-Narzisse, die älteste Sorte. „Das ist die Mutter aller Narzissen.“ Hier kosten sieben Zwiebeln fünf Euro.

Fotos von der Gartenausstellung

Herbstzauber auf der Karlsaue in Kassel

Bei der Ausstellung kann man aber nicht nur kaufen, sondern sich bei den Experten auch informieren. Thomas Gerber, der seinen Betrieb Toskanagarten in Nordbayern hat, kann zum Beispiel erklären, warum manche Feigenbäume in unseren Breitengraden einfach nicht blühen und deshalb auch keine Früchte tragen. „Da haben Sie eine Mittelmeerfeige erwischt, die nur von Gallwespen bestäubt wird. Und diese Wespen gibt es nur im Süden.“ Gerber hat allerdings Kulturfeigen, die auch in Deutschland Früchte tragen. Für ein stattliches Feigenbäumchen muss man 65 Euro hinblättern.

Natürlich gibt es auch heimische Betriebe, die in der Karlsaue ausstellen. Heike Mehle und ihr Mann Stefan Rumpf gehört die Kasseler Baumschule Steuber. Neben wunderschönen Ziersträuchern wie zum Beispiel den Purpurregen, der bis Ende Oktober blüht, haben sie auch einen Baum, der keinen Frost fürchtet. Deko-Bäume aus Stahl seien derzeit sehr angesagt, sagt das Ehepaar. „Sie sind für den Garten geeignet und absolut pflegeleicht.“

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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