Hessenkampfbahn

Hessenkampfbahn: Wegen anderer Aufträge Sanierung erst im Herbst

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Tiefe Löcher: Das Hochsprungareal und die Weitsprunggrube sowie die Laufbahn der Hessenkampfbahn sind derzeit gesperrt. Die Schäden waren während des „Festival des Sports“ während des Hessentages entstanden.

Kassel. Weil die von der Stadt beauftragte Fachfirma zuerst ihre anderen Aufträge abwickeln muss, kann die Hessenkampfbahn erst in den Herbstferien saniert werden. Die Sportanlage ist derzeit gesperrt.

Beim Festival des Sports während des Hessentags ist sie durch schwere Fahrzeuge beschädigt worden.

Die Sperrung trifft vor allem die Kasseler Schulen. Denn die Hessenkampfbahn ist eine wichtige Außensportanlage für den Schulsport . Auftragsvergabe zeitintensiv Die Sanierung fällt in eine Zeit, in der draußen ohnehin kaum noch Schulsport stattfindet.

Die Stadt begründet das mit dem Umstand, dass das Verfahren der Auftragsvergabe Zeit in Anspruch genommen habe. „Es mussten Angebote eingeholt und die Aufträge ausgeschrieben werden“, sagt Ingo Happel-Emrich, Sprecher der Stadt. Außerdem sei die beauftragte Fachfirma wegen anderer Aufträge erst in den Herbstferien imstande, die Schäden zu sanieren. Der Sommer sei die Zeit, in der diese Firmen in der Regel den Großteil ihrer Aufträge erhielten. Happel-Emrich: „Die Stadt musste sich hinten anstellen.“

Die Schäden an der Hessenkampfbahn waren vor allem durch das Befahren mit schweren Fahrzeugen entstanden. Wegen bis zu zehn Zentimeter tiefen Löchern und anderen Beschädigungen sind Laufbahn sowie Stabhochsprung-Areal und Weitsprunggrube seit dem Ende des Sportfestivals Mitte Juni gesperrt.

Laut Stadt war der Belag von Laufbahn und Sektoren derart zerfahren worden, dass das Sportamt die Schäden nicht selbst habe instand setzen können. Knapp 20.000 Euro kostet jetzt die Sanierung durch eine Fachfirma. Die wird aus dem Hessentagsbudget bezahlt. Happel-Emrich erklärt warum: „Die Stadt war Veranstalterin des Hessentags und muss auch für die Schäden aufkommen, die auf den Veranstaltungsflächen wie dem Auestadion, dem Friedrichsplatz und eben auch an der Hessenkampfbahn entstanden sind.“

Weil die Ausgaben deutlich geringer waren als die Zuschüsse vom Land Hessen, hatte die Stadt Kassel am Hessentag 867.000 Euro verdient. Statt den erwarteten fünf Millionen Euro hatte sie nur 4,633 Millionen ausgeben. Vom Land gab es 5,5 Millionen Euro Zuschuss für das Landesfest. (mkx)

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