NVV sorgte mit Druckfehler für Verwirrung bei Abonnenten

Hessens Schülerticket verärgert Eltern in Stadt und Landkreis Kassel

Kassel/Kreis Kassel. Das neue Schülerticket Hessen sorgt für Ärger und Frust bei 5000 Eltern in Stadt und Landkreis Kassel. Sie bestellten die Fahrkarte, erhielten das Ticket aber erst Ende August.

So mussten sie zusätzlich Wochenkarten und Einzelfahrscheine kaufen. Grund für die Verzögerung: Sie hatten das Ticket zu spät bestellt. Mit der Zustellung der Fahrkarte erhielten sie auch noch ein fehlerhaftes Schreiben der KVG. Demnach sollte das Ticket bereits seit dem 1. August gültig gewesen sein.

Den Unmut und die Verwirrung der Eltern bestätigt auch Stephan Wassmuth. Er ist als Bundeselternratsvorsitzender auch Vorsitzender des Kreiselternbeirates Kassel und im Stadtelternbeirat Kassel. Das Schülerticket für seinen Sohn, der seit August die Goethe-Schule Kassel besucht, wurde erst am 26. August zugestellt – obwohl er die Fahrkarte Ende Juli bestellt hatte, wie er sagt. „Ich habe 40 E-Mails von Eltern erhalten, die sich beschwert haben.“Auch von den Schulen habe es unterschiedliche Aussagen gegeben. An einigen Schulen habe die Schulleitung zum Schwarzfahren geraten, andere hätten den Kauf von Tickets empfohlen.

Auf Nachfrage bei der Abo-Hotline des NVV sei Wassmuth nahegelegt worden, Wochenkarten und Einzelfahrscheine zu kaufen. Das tat er zähneknirschend, wie viele andere Eltern auch. Ärgerlich dabei: Die Fahrscheine sind deutlich teurer als das Schülerticket für 30 Euro.

„Ich habe jetzt 50 Euro für nichts ausgegeben“, sagt Wassmuth. „Nein, hat er nicht“, widerspricht NVV-Sprecherin Herms auf Nachfrage der HNA. Das Ticket sei tatsächlich erst zum 1. September, dann aber für 12 Monate gültig. Es handele sich in den Anschreiben um einen Druckfehler, man entschuldige sich bei den betroffenen Eltern. Der NVV habe im Vorfeld darüber informiert, dass das Schülerticket bis zum 10. Juli bestellt werden muss, damit es zum Schulbeginn zugestellt werden kann.

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