Hessentag 2013: Eissporthalle statt Festzelt

Potenzieller Veranstaltungsort des Hessentags: Die Eissporthalle. Unser Archivbild zeigt im Hintergrund das Auestadion, das zum Zeitpunkt der Aufnahme noch nicht umgebaut war. Hier stehen viele Parkplätze für Besucher zur Verfügung. Foto: Herzog/Charterflug Kassel

Kassel. Ein Hessentag muss kein Verlustgeschäft sein. Dass Heinrich Kaletsch, Hessentagsbeauftragter der Landesregierung mit dem Spitznamen „Mister Hessentag“, diesen Satz sofort unterschreibt, ist klar.

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Im Januar will Kaletsch nach Kassel kommen, um unter anderem mit der Stadt über die Gestaltung des Hessentages im Jahr 2013 zu sprechen.

Dabei dürfte von vornherein klar sein: Kassel besitzt eine so gute Infrastruktur für das Hessenfest, dass in einigen Bereichen die Kosten geringer sein könnten als bei Hessentagen in kleinen Städten oder auf Dörfern.

Heinrich Kaletsch

Kaletsch nennt ein Beispiel: In der Eissporthalle könnten das große Treffen des VDK mit 5000 Menschen oder die vielen Partys stattfinden. Dafür wird sonst immer ein riesiges Festzelt aufgebaut. Das kostet allein an Miete 100 000 Euro, dazu kommen die Einrichtung von Strom und Wasser, der Aufbau von Toiletten, die Abdichtung des Bodens. Kosten insgesamt: Über 200 000 Euro. In Kassel müsste lediglich über die Miete der Eissporthalle verhandelt werden.

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Beispiel Landesausstellung: Auch für die Präsentation von Ministerien, Organisationen, Verbänden und Unternehmen des Landes müssten normalerweise etliche große Zelte aufgestellt werden. Dafür muss - wie bei dem Festzelt - erst das Gelände hergerichtet werden. In Kassel böten sich die Messehallen als Alternativen an - auch hier müsste nur über eine Miete gesprochen werden. Zudem stehen im Bereich Messehallen und Auestadion viele befestigte Parkplätze zur Verfügung, die auch nicht extra hergerichtet werden müssten.

Welche Stars den Hessentag in Kassel schmücken werden, steht noch nicht fest. Sicher ist dagegen, dass die Besucher für die Karten nicht so viel zahlen müssen wie bei normalen Konzerten. Das liegt aber nicht an den Honoraren, die die Stars für ihren Auftritt kassieren, sagt Kaletsch: „Gagen der Künstler werden nicht subventioniert.“ Billiger werde es für die Besucher, weil es kostengünstiger sei, Bühnen und Technik für zehn Tage aufzubauen als nur für ein Ereignis. (tho)

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