Schäden durch Hessentag

Schäden durch Hessentag: Friedrichsplatz muss saniert werden

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Trockener Boden und Grasreste: Der Friedrichsplatz hat während des Hessentages schwer gelitten. Jeremy Leclercq (von links), Christoph Blum und Felix Schröder stehen vor dem Fridericianum.

Kassel. Der Rasen auf dem Friedrichsplatz sieht genauso ramponiert aus wie der im Auestadion. Das ist auch kein Wunder, denn während des Hessentages waren beide Areale großflächig mit Abdeckungen versehen. Darunter kommt jetzt der verdorrte Rasen zum Vorschein.

Keine Frage: Der Friedrichsplatz hat schwer gelitten und muss von Grund auf saniert werden. Mit ein paar Schönheitsreparaturen ist es nicht getan. Dafür waren die Beanspruchungen in den vergangenen Monaten mit der documenta, dem Zirkus Flic Flac und jetzt dem Hessentag zu groß. Die 15 000 Besucher beim Filmmusikfest mit dem Staatsorchester am Samstag haben für keine neuen Schäden gesorgt. Sie haben sich höchstens gewundert, wie der Platz im Zentrum der Stadt aussieht.

Arbeiten im Frühjahr 2014

Daran wird sich bis zum kommenden Frühjahr auch nicht viel ändern. Nach Angaben der Stadt wird das Umwelt- und Gartenamt in den nächsten Tagen größere Löcher auf dem Platz glätten und dafür sorgen, dass man den Platz gefahrlos überqueren kann. Ansonsten lohne es sich nicht, jetzt schon mit größeren Arbeiten zu beginnen. Zur Festwoche im September als Höhepunkt der Feiern des Stadtjubiläums Kassel 1100, für die Casseler Freyheit und das erneute Gastspiel von Flic Flac wird der Friedrichsplatz weiter stark beansprucht.

„Weil wir wussten, was noch alles kommt, haben wir mit der Rekultivierung gewartet“, sagt Stadtsprecher Ingo Happel-Emrich. Zu den genauen Kosten könne er jetzt noch nichts sagen. Das werde man im Frühjahr wissen.

Unabhängig davon sei vereinbart, dass die documenta als Nutzer des Geländes im Sommer 2012 und der Zirkus Flic Flac für die Arbeiten am Friedrichsplatz bezahlen werden.

Auf den Freiflächen, die während des Hessentages mit seinen 1,8 Millionen Besuchern genutzt wurden, sind überall Spuren zu sehen. Im Auestadion haben die Arbeiten für den Austausch des Rasens bereits begonnen.

125.000 Euro kostet es, die verdorrten Reste zu entfernen und durch Rollrasen zu ersetzen. Die Folge der Arbeiten: Der KSV Hessen bestreitet alle seine Vorbereitungsspiele auf die neue Saison auswärts. Der neue Rasen wird aus dem Budget des Hessentags bezahlt.

Von Thomas Siemon

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