Grimm-Museum und Königsstraße

Hessentag nur gemeinsam - Oberbürgermeister will mit Land verhandeln

Kassel. Einen Alleingang beim Thema Hessentag 2013 wird es nicht geben. Das machte Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) gestern nach einem Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung deutlich.

„Die Ausrichtung des Hessentages muss von einer breiten Mehrheit getragen werden“, sagte er. Zudem müsse man sich einig über die Rahmenbedingungen sein. Hilgen sieht die Chance für eine neue inhaltliche Ausrichtung des Hessenfestes. Nach Wiesbaden im Jahr 1970 wäre mit Kassel nach langer Pause wieder einmal eine Großstadt am Zug.

Eine Entscheidung werden die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am 7. November treffen. Allerdings muss Hilgen noch konkrete Zahlen vorlegen. „Wir müssen sehen, ob sich ein Hessentag für Kassel rechnet“, sagt Gernot Rönz (Grüne). Auch Uwe Frankenberger (SPD) sieht das so. Die CDU hatte sich schon früher dafür ausgesprochen, den Hessentag nach Kassel zu holen.

In den vergangenen Wochen hat eine Arbeitsgruppe unter Beteiligung von Kassel Marketing geprüft, ob und zu welchem Preis sich der Hessentag in Kassel realisieren ließe. Eine Summe wurde nicht genannt.

Von den Messehallen bis zum Auestadion ist die Infrastruktur für Großveranstaltungen vorhanden. Die Hessentagsstraße könnte die Aue mit der Innenstadt verbinden.

„Die Ausrichtung des Hessentages muss von einer breiten Mehrheit getragen werden.“

Oberbürgermeister Bertram Hilgen

Mit entscheidend sind die Verhandlungen mit dem Land. Nach HNA-Informationen geht es dabei um fünf Projekte. Das Land soll den kommunalen Anteil der Kosten für die Umgestaltung der Tulpenallee übernehmen. Zudem setzt man auf Finanzspritzen für das Grimm-Museum, für die Sanierung der Remise am Schlösschen Bellevue sowie bei der geplanten Schönheitskur für die Obere Königsstraße. Als fünfter Punkt auf der Wunschliste steht ein Radweg am Auedamm zwischen Damaschkebrücke und Orangerie.

Fördermittel für Infrastruktur

Hilgen bestätigt das nicht. Er werde mit der Landesregierung Gespräche führen. Dabei gehe es um die Höhe von Fördermitteln für verschiedene Infrastrukturmaßnahmen. Das Ergebnis werde Grundlage der Entscheidungsvorlage für die Stadtverordneten sein.

Für Kassel wäre es nach 1964 der zweite Hessentag. Der würde in das Programm zur 1100.-Jahr-Feier integriert und wäre gleichzeitig ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr.

Von Thomas Siemon

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