Hessentag in Kassel: Umbauten im Auestadion sind erforderlich

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Sind für die Organisation des Hessentags zuständig: Günter Gropengießer (links) und Manfred Merz stehen in der Nordkurve des Auestadions. Die Bühne für die Konzerte soll davor aufgebaut werden.

Kassel. Im Oktober soll das Geheimnis gelüftet werden, welche Künstler während des Hessentags im Juni kommenden Jahres im Auestadion auftreten werden. Doch aus Sicherheitsgründen muss noch umgebaut werden.

Das Auestadion im Regiowiki

„Wir planen mit fünf bis sechs großen Veranstaltungen im Auestadion“, sagt Manfred Merz, stellvertretender Hessentagsbeauftragter der Stadt Kassel. Bis zu 30.000 Besucher sollen dann im Heimstadion des KSV Hessen Kassel Platz finden.

Für solch eine Großveranstaltung sind allerdings noch einige Umbauten erforderlich. Merz und Günter Gropengießer, städtischer Hessentagskoordinator, erläuterten am Dienstagnachmittag bei einem Ortstermin, was im Stadion verändert werden muss. Der Innenraum, der normalerweise nicht zugänglich ist, wird für das Konzertpublikum geöffnet. Sitzplätze wird es auf der Haupt- und Osttribüne geben.

Die Bühne, laut Gropengießer etwa 20 mal 40 Meter groß, wird vor der Nordkurve aufgebaut. Dementsprechend wird es keine Stehplätze auf der Nordkurve geben. Auch nicht auf der gegenüberliegenden Südkurve. Die spielt nämlich beim Thema Fluchtwege und Sicherheit eine erhebliche Rolle.

Die Türen und die angrenzenden Zäune werden in der Südkurve herausgenommen, zudem die festen Wellenbrecher in den Treppenaufgangsbereichen. Im Notfall sollen die Menschenmassen den Stadioninnenraum schnell über die Südkurve verlassen können. Im oberen Bereich soll zudem eine Treppe verbreitert werden, die aus dem Stadion führt. Veränderungen auf der Haupt- und Osttribüne seien aus Sicherheitsgründen nicht erforderlich. Die Tribünen seien bereits für Großveranstaltungen ausgelegt.

Hier hören Sie ein Interview zum Thema

Die Laufbahn des Stadioninnenraums werde abgedeckt, zudem der Bereich auf dem Rasen, wo die Bühne stehen soll. Die Infrastruktur des Stadions könne gut für den Hessentag genutzt werden, sagt Merz: Den Künstlern sollen die Umkleidekabinen unter der Haupttribüne zur Verfügung gestellt werden.

Wellenbrecher und Zäune müssen weichen: Die Südkurve wird für die Fluchtwege umgestaltet.

Der Vize-Hessentagsbeauftragte geht davon aus, dass die Umbauten einige 10.000 Euro kosten werden. Bislang gebe es noch keine Ausschreibungen und daher auch keine Angebote. Bei allen Umbauarbeiten lege die Stadt aber Wert darauf, dass das Auestadion auch nach dem Hessentag als sichere Konzertarena genutzt werden könne. Deshalb sollen die festen Wellenbrecher in der Südkurve durch flexible (abschraubbare) ersetzt werden.

Wo zusätzliche Toiletten im Stadionbereich für die Konzertbesucher aufgestellt werden sollen, stehe noch nicht fest. Stände mit Speisen und Getränken soll es auch im Innenraum geben. Der Caterer stehe aber noch nicht fest, sagt Merz. „Es sind über 100 Ausschreibungen für den Hessentag nötig.“ Da gehe es beispielsweise um Bereiche wie Sicherheit, Verpflegung, Umbauten, Absperrungen und Toiletten, fügt Gropengießer hinzu.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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