Fest ist mit 10,9 Millionen Euro kalkuliert

Hessentag: Stadt Kassel schießt fünf Millionen Euro zu

Kassel. Die documenta geht, der Hessentag kommt: Zu dem Großereignis, das im nächsten Jahr vom 14. bis 23. Juni in Kassel gefeiert wird, muss die Stadt voraussichtlich fünf Millionen Euro zuschießen.

Insgesamt ist das Landesfest mit 10,9 Millionen Euro kalkuliert. 5,9 Mio. Euro erwartet die Stadt an Einnahmen - 1,5 Mio. Euro an Standgebühren für die Hessentagsstraße und 3,5 Mio. Euro aus dem Kartenverkauf für die Großkonzerte.

Zum Vergleich: In Wetzlar, der Hessentagsstadt 2012, wurden Kosten in Höhe von 10 Mio. Euro für das zehntägige Landesfest veranschlagt. Die Einnahmen liegen nach Angaben von Pressesprecher Eckhard Nickig bei 6 Mio. Euro, das kalkulierte Defizit somit bei 4 Mio. Euro. Genaue Zahlen habe man aber erst nach der Endabrechnung im Oktober. 1,2 Millionen Besucher haben den Hessentag in Wetzlar gefeiert. Ähnlich viele werden im nächsten Jahr in Kassel erwartet.

Die Stadt ist nach der Absage Vellmars als Ausrichter des Landesfestes eingesprungen. Dafür bekommt sie aus Wiesbaden einen Zuschuss in Höhe von 5,5 Mio. Euro, die aber nicht direkt in den Hessentag fließen. Das Geld ist für den Bau der Grimm-Welt auf dem Weinberg, die Sanierung der Königsstraße, den Ausbau der Remise am Palais Bellevue, den Umbau des Stadtmuseums und den Radweg zwischen Orangerie und Rondell vorgesehen. Laut Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) erwartet die Stadt für die genannten Vorhaben sowie den Umbau der Tulpenallee zudem noch ein zinsgünstiges Landesdarlehen in Höhe von 7,7 Millionen Euro.

Die Stadt rechnet damit, dass sie 6,8 Millionen Euro für Veranstaltungen wie die geplanten sechs Konzerte im Auestadion (Gema-Gebühren, Gagen, Programmhefte, Versicherungen und Aufbaukosten) ausgeben wird. 30.000 Euro sind für die Verpflegung der ehrenamtlichen Helfer eingeplant.

Von Ellen Schwaab

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