Hessentag: Stadt will Anwohner an Konzertabenden ausquartieren

Konzertbühne Auestadion: Wie hier beim Auftritt von Herbert Grönemeyer im Mai 2003 könnte es auch bei den Hessentags-Konzerten im nächsten Jahr aussehen. Archivfoto:  Rosenthal/nh

Kassel. Vor allem bei den sieben geplanten Großveranstaltungen im Auestadion könnte es während des Hessentags im Juni 2013 sehr laut werden. Die Stadt erwägt deswegen, kranke oder ältere Anwohner für jeweils eine Nacht umzuquartieren.

Endgültig entschieden ist aber noch nichts. "Die Stadt wird während des Hessentags zehn Tage Kopf stehen“, sagte Stefanie Herzog, Hessentagsbeauftragte der Stadt, während der Sitzung des Ortsbeirats Südstadt.  Deswegen werde daran gedacht, bestimmte Anwohner an Konzertabenden kurzzeitig umzuquartieren. Man müsse aber vorher mit ihnen sprechen, sagte Herzog. Eine Umquartierung sei noch sehr vage, sagte Herzog. Den Ortsbeirat bitte man bei den Gesprächen mit den Südstädtern um Unterstützung. Die sagte ihr der Beirat zu.

Ortsvorsteher Harald Doenst (SPD) wies zudem auf ein Problem, über das sich die Bewohner rund ums Auestadion oft ärgern: Leere Bierdosen und Flaschen, die Besucher von Fußballspielen oder Konzerten in die Vorgärten werfen. Einige würden auch in den Gärten urinieren, berichtete Doenst. Man solle gut überlegen, wie solche Vorfälle während des Hessentags verhindert werden können.

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Genügend Container und Toiletten würden bereit stehen, antwortete Herzog. „Wir arbeiten schließlich mit Profis zusammen“, sagte sie. Günter Gropengießer vom Hessentags-Team stellte dem Ortsbeirat das während des Hessentags geltende Verkehrskonzept vor. Demnach werden Besucher, unter anderem mittels LED-Tafeln, von der A7 und der A49 an den Wohngebieten vorbei Richtung Bugagelände geleitet. Hier werde es 10 000 zusätzliche Parkplätze geben, sagte Gropengießer.

Auch die Radfahrer werde man gut durch die Stadt führen, die Wege seien ausgeschildert. Auf der Wiese beim Kegelzentrum nahe der Damaschkestraße sollen 4000 Fahrrad-Parkplätze entstehen.

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Um Unterstützung während der „zehn tollen Tage“ im Juni nächsten Jahres bittet das Hessentags-Team alle Kasseler: Wer Lust habe, könne in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich mithelfen. Ob an Infoständen, bei Veranstaltungen oder beim Fahrdienst, überall könne man Helfer gebrauchen. Ab drei Einsätzen á sechs Stunden gibt es eine Freikarte für ein Konzert im Auestadion nach Wahl.

Auf wen sich die Hessentagsbesucher neben David Garrett freuen können, bleibt indes noch ein Geheimnis. „Aber man darf gespannt sein“, sagte Gropengießer. www.hessentag2013.de.

Von Monika Puchta

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