EM: Heute viel Polizei auf der Fanmeile - bis zu 12.000 Fans erwartet

Kassel. Die deutsche Nationalmannschaft kämpft heute Abend gegen Italien um den Einzug ins EM-Finale. Kasseler Polizei, Ordnungsamt und Kasseler Verkehrsgesellschaft setzen dann alles daran, dass es während und nach dem Spiel nicht zu chaotischen Zuständen auf der Friedrich-Ebert-Straße kommt.

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Sollte das deutsche Team gewinnen, werden dort bis zu 12.000 Fans erwartet. Am Mittwoch gab es deshalb noch einmal ein Treffen zwischen den Behörden und Wirten. Ergebnis: Das Polizeiaufgebot soll heute Abend deutlich aufgestockt und ein zwei Meter hoher Bauzaun in nördlicher Richtung aufgestellt werden. Das soll verhindern, dass Fans in Gärten und Hauseingänge urinieren, sagt Bernd Kessler vom Ordnungsamt. Er legt darauf Wert, dass es sich bei dem Treffen nicht um einen „Krisengipfel“, sondern um ein Gespräch gehandelt habe, das es im Vorfeld dieser Spiele immer gebe.

Fanmeile ist dicht

Die Friedrich-Ebert-Straße wird heute Abend wieder von Fußballfans belagert. Die KVG wird deshalb die Straße für die Trams in beide Richtungen sperren. Die Bahnen werden über die Wilhelmshöher Allee umgeleitet. Ab wann, entscheidet die KVG je nach Situation. Fest steht jedoch, dass die Trams bis zum Betriebsschluss ihre geänderte Route fahren werden, sagt Sprecherin Heidi Hamdad.

„Wir werden deutlich präsenter sein, um auf die gewalttätigen Vorfälle beim Viertelfinale zu reagieren“, sagt Polizeihauptkommissar Thomas Tampe. Eine Einheit der Bereitschaftspolizei werde auch im Einsatz sein und der Rettungsdienst aufgestockt. Dass einige Fußballfans öffentlich urinieren, sei bereits früher ein Problem gewesen, sagt Tampe. „Allerdings ist das Publikum gewaltbereiter geworden.“ „Das Publikum ist gewaltbereiter, jünger und trinkt mehr“, fasst Kessler zusammen. Der Mitarbeiter des Ordnungsamts wird deshalb heute die Einzelhändler an der Meile gezielt ansprechen und sie bitten, keinen Alkohol an Jugendliche zu verkaufen. Polizei und KVG appellieren an die Vernunft der Autofahrer, die sich an einem Korso beteiligen wollen. Dabei könne es durchaus zu sehr gefährlichen Situationen kommen, sagt Tampe. Bei vergangenen Spielen sei es durch Korsos zu Verspätungen von Bussen und Bahnen gekommen. (use)

Kasseler im EM-Fieber

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