Stadt und Land einigen sich

Nun doch: Feste Videowand fürs Auestadion - KSV wird offizieller Bauträger

Kassel. Nun also doch: Noch rechtzeitig vor den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften am 23. und 24. Juli soll es eine feste Videowand im Auestadion geben.

Das teilten Prof. Heinz Zielinski, Ministerialdirigent im Hessischen Innen- und Sportministerium, KSV-Vorstandsvorsitzender Jens Rose und Bürgermeister Jürgen Kaiser am Dienstag mit. Bis dahin schien es so, dass keine feste Videowand im Auestadion installiert wird, stattdessen eine mobile Anlage für die Meisterschaften gemietet werden muss. Dafür hatte die Stadt 50.000 Euro im Haushalt veranschlagt. Stadt und Land hatten sich für das Scheitern des Projekts gegenseitig verantwortlich gemacht.

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Am Dieinstag gab es dann doch noch eine Einigung: Um Fristen bei der Ausschreibung zu umgehen, wird nun der KSV offiziell die Wand kaufen. Am Mittag hatte es ein Treffen zwischen Rose, Zielinski und Kaiser gegeben. Zielinski sprach gegenüber der HNA von einem „schwierigen Kampf“, der letzlich zum Ziel geführt hat. In einer gemeinsamen Pressemitteilung von Stadt, Land und KSV ist von „Verzögerungen“ die Rede, die es in dem Verfahren rund um den Kauf der Videowand gegeben habe. Kurzfristig habe man sich nun darauf verständigt, dass der große Kasseler Verein als ein späterer Hauptnutzer der Videowand die Anschaffung tätige und die für das Projekt bereitgestellten Landesmittel somit direkt an den KSV fließen.

Ausgehend von Gesamtkosten in Höhe von 400.000 Euro für die Anschaffung der Anlage und notwendige bauliche Maßnahmen (Fundamentierung, Stahlgerüst, Verkabelung) will das Land einen Zuschuss von 180.000 Euro gewähren. Der Beitrag der Stadt bestehe in der Schaffung der baulich-technischen Voraussetzungen, die sich in der Größenordnung von 80.000 bis 100.000 Euro bewegten, sowie in der Projektsteuerung, erklärte Kaiser.

Artikel aktualisiert am 23.3.2011, 10 Uhr.

Der KSV beteilige sich mit 55.000 Euro, bestätigt Rose. Eine Summe, die bereits vom Aufsichtsrat genehmigt worden ist. „Anders als die öffentliche Verwaltung ist der KSV nicht an ein aufwendiges Ausschreibungs- und Vergabeverfahren gebunden, wodurch mehrere Wochen Zeit gewonnen werden“, so Rose. Da auf den Vorarbeiten und Preisvergleichen der Stadtverwaltung aufgebaut werden könne, sei dennoch sichergestellt, dass durch den KSV eine gleichermaßen technisch wie wirtschaftlich solide Planung realisiert werde. Die Differenz von 65.000 Euro werde über die Umsatzsteuer erstattet, sagt Kaiser.

Wer den Anstoß zu den erneuten Verhandlungen gemacht hat, dazu wollte sich Rose am Dienstag nicht äußern. Dem Vernehmen nach ist es aber dem KSV-Vorstandsvorsitzenden zu verdanken, dass Stadt und Land die Gespräche wieder aufgenommen haben und das Auestadion doch noch eine feste Videowand bekommt.

Diese Woche sollen bei der Stadt vorliegende Angebote ausgewertet werden, nächste Woche soll die Videowand für die Südkurve des Auestadions bereits bestellt werden, sagt Rose. „Unser Ziel ist erreicht. Das Ding muss hängen.“

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