Hier geht’s um die Wurst

Rack & Rüther liefert Feinkost-Wurst an 1500 Geschäfte

Kassel/Fuldabrück. „In Berlin oder Wuppertal sind wir eher bekannt als in Kassel“, sagt Dr. Gernot Peppler. Auch im Kaufhaus des Westens (Kadewe) in der Hauptstadt oder auf der Insel Sylt gibt es die Wurst, die von Rack&Rüther seit 52 Jahren anfangs in Kassel und jetzt in Fuldabrück-Bergshausen hergestellt wird.

Jede Woche gehen 20.000 Kilogramm Wurst an 900 Kunden in Deutschland. Insgesamt 1500 Lebensmittelmärkte, Fach- und Feinkostgeschäfte verkaufen an Bedienungstheken die hessischen Wurstspezialitäten.

„Wir produzieren nicht für den Kasseler Markt“, erklärt Rack&Rüther-Chef Peppler: „Meine Wurst muss auch den Menschen in Hamburg, Berlin oder München schmecken.“ 60.000 Verbraucher würden jede Woche die Wurstsorten – insgesamt 100 werden hergestellt – kaufen, darunter viele Stammkunden, „mit denen wir auch viel Kontakt haben“, berichtet Peppler.

Trotz der beträchtlichen Mengen, die das Unternehmen produziert, ist handwerkliche Verarbeitung und hohe Qualität die Vorgabe für die „hessischen Wurstwaren wie hausgeschlachtet“. Das gilt auch für die Rohstoffe. Ganze Schweine, die dann auch schlachtwarm verarbeitet werden, kommen von Bauer Korte aus Menden im Sauerland. Die Gewürze in Bio-Qualität werden zum Teil selbst importiert, der schwarze Pfeffer etwa aus Südindien. Gesalzen wird ausschließlich mit Salz der Saline Luisenhall in Göttingen, der letzten Pfannensaline Europas, wo das Salz seit Jahrhunderten bis heute aus Sole in Siedepfannen gewonnen wird. „Wir machen unsere Gewürzmischungen selber“, sagt Produktionsleiter Manuel Mota.

Die hohe Qualität, die die Wurstmacher auch durch kleine Partien von 80 bis 200 Kilogramm Fleisch sichern, die jeweils zu Wurst verarbeitet werden, hat ihren Preis. Den zahlen die Kunden, „die Freude an guten Lebensmitteln haben und Qualität suchen“, sagt Peppler. Heute sei es leider so: „Viele Menschen wollen Geld für gute Lebensmittel ausgeben, bekommen aber keine zu kaufen.“

Archiv-Video: So entsteht Ahle Wurscht

Rack&Rüther will deshalb weiter auf Qualität und Handwerk setzen. Und verzichtet dabei auf Zutaten, die Allergien und Unverträglichkeiten auslösen. „Glutenfrei, Lacotosefrei, ohne Jodzusatz, keinen Sellerie, kein Senf“, erklärt Peppler, „das wird von vielen Kunden geschätzt.“ Täglich wird in den großen Reifekammern die Wurst noch von Hand gepflegt, damit die Ahle Rote oder die Stracke so schmecken, als kämen sie noch vom Bauern.

In der nächsten Folge geht es um die Drohnen der Firma Aibotix.

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