Kreuzung Eisenschmiede/Fiedlerstraße ist für Radfahrer eine „gefährliche Ecke“

Hier lauert die Gefahr

Vorsicht, Linksabbieger: Gerhard Rupps fährt jeden Tag auf dem Fahrradweg an der Fiedlerstraße Richtung Innenstadt und erlebt dasselbe Malheur: Die Ampel im Hintergrund an der Eisenschmiede zeigt für Autofahrer Rot. Jetzt könnte auch er auf die andere Seite der Fiedlerstraße wechseln. Doch da kreuzen die aus der Fiedlerstraße stadtauswärts fahrenden Autos seine Vorfahrt. Foto: Schachtschneider

Kassel. Gleich zwei HNA-Leser, Jens Bukowski und Jörg Fricke, stufen die Kreuzung Eisenschmiede / Fiedlerstraße als insbesondere für Fahrradfahrer „gefährliche Ecke“ ein. Die Wegführung sei unübersichtlich und die Ampelschaltung vermittle eine trügerische Sicherheit.

Der Radweg entlang des Ahna-Ufers, der durch die Fiedlerstraße führt und die Eisenschmiede kreuzt, ist Teil der überregionalen Fahrradroute Reinhardswaldweg, die von Kassel zur Sababurg führt. Das heißt, dass viele, nicht mit den örtlichen Gepflogenheiten vertraute Radler auf ihren Touren durch Hessen die Strecke fahren. „Das sind meist Gruppen zwischen 15 und 20 Radlern“, sagt Fricke.

Die größte Gefahr für die Fahrradfahrer besteht direkt an der Kreuzung: Über die stark befahrene Eisenschmiede führt ein Fußweg, dessen Überquerung durch eine Ampel geregelt ist. Zeigt die Ampel für die Autofahrer Rot und die Fußgänger gehen über die Straße, freuen sich auch die Fahrradfahrer, die auf dem Fahrradweg an der Fiedlerstraße stadteinwärts fahren, dass keine Autos mehr kommen und überqueren ebenfalls die Straße. In diesem Moment fahren aber die Autofahrer, die aus der Fiedlerstraße in die Eisenschmiede, Richtung Holländische Straße abbiegen wollen, ebenfalls an. (siehe Skizze)

Radler haben Vorfahrt

Natürlich haben die Radfahrer Vorfahrt, da sie geradeaus fahren. Den Autofahrern wiederum bleibt nur die kurze Zeit der Rotphase an der Eisenschmiede, um sich einzuordnen. „Deshalb fädeln sie sich meist regelwidrig ein, ohne auf andere Verkehrsteilnehmer zu achten“, sagt Jens Bukowski. Sein Wunsch: „Hier sollte mit einer Wegmarkierung die Vorfahrt für die geradeaus fahrenden Radler betont werden.“

Für Jörg Fricke ist die Kreuzung nicht der einzige Gefahrenpunkt an der Fiedlerstraße. Er bemängelt, dass die Radwege nicht eindeutig als solche ausgeschildert sind und deshalb auch von Fußgängern genutzt werden. Zudem verwirre es die Fahrradfahrer, wenn sie nach 20 Metern Fahrradweg auf die Straße umgeleitet werden, nur, um nach einem kurzen Stück wieder auf den Fahrradweg zurückzu- müssen. Kleine Schilder, die Fußgänger und Radfahrer auf den richtigen Weg hinweisen sollen, sind zugewachsen.

Von Wilhelm Ditzel

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