„Rumpelstilzchen“ beim Brüder-Grimm-Festival ab 24. Juli

Neue Seebühne im Park Schönfeld: Hier spielt jetzt die Musik

Sie bringen Kultur in den Park Schönfeld: Julia Wagner (vorn von links) und Peter Zypries vom Verein Brüder-Grimm-Festival, Bühnenbildner Oliver Doerr und Regisseur Michael Fajgel sowie (hinten von links) die Caterer Frank Schicker und Thomas Ernst auf der neuen Tribüne. Foto: Lohr

Kassel. In diesem Sommer fließt der Nicefield River direkt durch den Park Schönfeld. So hat Michael Fajgel den Fluss genannt in seinem Märchenmusical „Rumpelstilzchen im Rausch des Goldes“, das ab dem 24. Juli beim Brüder-Grimm-Festival zu sehen ist.

Frei nach den Brüdern Grimm erzählt das Stück von der Müllerstochter und Goldgräbern.

Die Geschichte um den Schatz im schönen Fluss passt irgendwie zur siebten Auflage des Festivals. Denn die Organisatoren um die Vereinsvorsitzenden Peter Zypries und Fajgel haben sechs Jahre lang in Kassel gegraben. Erst haben sie die Besucher mit ihren märchenhaften Produktionen auf der Insel Siebenbergen verzaubert, in den vergangenen beiden Jahren waren sie im Botanischen Garten zu Gast. Die neue Spielstätte aber ist ein Schatz, der alles in den Schatten stellen dürfte.

Am unteren Teich im idyllisch gelegenen Park Schönfeld hat die Stadt eine steile Natursteintribüne bauen lassen. Davor baut Oliver Doerr demnächst eine 100 Quadratmeter große Seebühne auf. Dort sowie auf dem Rondell und am anderen Ufer des Teichs werden die sechs Schauspieler bis zum 24. August zu den Pop-Songs von Roland Oumard spielen, singen und tanzen. Schon jetzt sieht der Blick von der Tribüne fantastisch aus, die 400 statt wie bisher im Botanischen Garten 500 Plätze bietet.

Für Bühnenbildner Doerr ist der ungewöhnliche Ort „eine geile Sache“, die komplizierte Planung hat seinen Schopf aber auch schon grau werden lassen, wie er lächelnd gesteht. Um Betonpfeiler für die Seebühne zu verankern, muss ein Teil des Wassers demnächst noch einmal abgelassen werden.

34 Aufführungen stehen dann auf dem Programm. Der Mut, Kultur unter freiem Himmel anzubieten, hat sich bislang gelohnt: In sechs Jahren, hat Zypries ausgerechnet, mussten lediglich drei Veranstaltungen komplett ausfallen.

Das Kinderprogramm im Theaterzelt startet bereits am 15. Juli. Dort zeigen das Spielraum-Theater und das Theater Laku Paka ihre Produktionen. Außerdem gibt es am 20. Juli ein großes Märchenfest für Familien sowie ein Konzert mit Herrn Müller (17. August).

Und selbst für all jene, die mit Theater und Musik nicht viel am Hut haben, könnte das Brüder-Grimm-Festival in diesem Sommer zum angesagten Treffpunkt werden. Thomas Ernst (Pralinenwerkstatt), Frank Schicker (Alles klar) und Claudio Carciola (La Galleria) öffnen an allen Veranstaltungstagen um 15 Uhr direkt am Teich einen Biergarten. Auch der wird wohl ein Schatz.

Von Matthias Lohr

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