Stadt stellt Geld zur Verfügung

Hier wird in Kassel gefilmt: Mehr Videokameras in der Innenstadt

+
Überwachung am Stern: Eine von drei Kameras im Umfeld der Kasseler Kreuzung.

Kassel. Die Stadt Kassel will die Überwachung mit Videokameras ausweiten. Dafür hat sie für dieses Jahr 210.000 Euro im Haushalt bereitgestellt.

An welchen Standorten die zusätzlichen Videokameras hängen sollen, werde derzeit noch geprüft, teilte ein Stadtsprecher auf HNA-Anfrage mit. Bislang gibt es drei Bereiche im Stadtgebiet – alle am Stern – die durch Kameras ins Visier genommen werden.

„Eine Videoüberwachung bietet keine absolute Sicherheit. Doch wir müssen das Niveau der Kamera-Überwachung auf ein vernünftiges Maß anheben“, begründete Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) die Pläne. Auch der Städte- und Gemeindebund hatte Anfang dieser Woche mehr Videoüberwachung von öffentlichen Plätzen gefordert. In Zeiten von Terrorgefahr und wachsender Alltagskriminalität müsse das Sicherheitsgefühl der Bürger gestärkt werden, forderte dessen Präsident Roland Schäfer.

Das Land Hessen hat angekündigt, den Aufbau von Videokameras in den Städten und Gemeinden deutlich stärker zu fördern als bislang. Die Ausweitungspläne der Stadt stünden aber in keinem Zusammenhang mit der Ankündigung des Landes, sagte der Stadtsprecher. Das Geld stamme allein aus dem städtischen Haushalt.

Im Jahr 2003 hat Kassel mit der Überwachung an den bisherigen Standorten begonnen: Die drei bestehenden Anlagen befinden sich alle im Umfeld des Sterns. Eine hängt direkt im Kreuzungsbereich und eine weitere an der Unteren Königsstraße – im Abschnitt zwischen Stern und Universität. Die dritte ist derzeit wegen des Umbaus der Unteren Königsstraße und der Versetzung eines KVG-Mastens abgebaut. Sie wird bis Februar wieder installiert und soll an der Unteren Königsstraße/ Ecke Hedwigstraße angebracht werden.

Die Kamerabilder laufen bei der Polizei zusammen und werden von dieser ausgewertet. 

Hier wird in Kassel gefilmt

Öffentliche Plätze

Seit 2003 sind die drei Kameras am Stern und der Unteren Königsstraße im Einsatz. Sie zeigen das Geschehen jeweils aus verschiedenen Perspektiven. Die Bilder laufen bei der Polizei zusammen. Die Anlage dient der Vorbeugung vor Straßen- und Drogenkriminalität.

Nahverkehr

Die KVG hat 14 ihrer insgesamt 426 Bus- und Tramhaltestellen im Stadtgebiet mit Kameras ausgestattet. Es handelt sich um besonders stark frequentierte Stationen wie jene an der Mauerstraße. Zudem sind in den 108 Straßenbahnen und Regiotrams von KVG und NVV Kameras installiert. In den Bussen findet keine Überwachung statt.

Bahnhöfe

Am Bahnhof Wilhelmshöhe gibt es Kameras an den Bahnsteigen. Diese dienen der Fahrdienstleitung, den Ein- und Ausstiegsbetrieb im Auge zu behalten. Bei Straftaten kann auch die Bundespolizei auf dieses Bildmaterial zugreifen, sagt Bundespolizeisprecher Klaus Arend. In der Eingangshalle und auf den Rampen gebe es keine Überwachung. Eine solche gibt es auch nicht für den Hauptbahnhof.

Schulen

An vier Kasseler Schulen gibt es eine Videoüberwachung. Sie dient nach Schulschluss dazu, das jeweilige Gelände zu überwachen und Vandalismus zu verhindern. Anlagen gibt es an der Martin-Luther-King-Schule, der Oskar-von-Miller-Schule, der Georg-August-Zinn-Schule sowie der Grundschule Wolfsanger.

Schwimmbäder

Im Kasseler Auebad sowie dem Hallenbad Süd und dem Freibad Harleshausen gibt es Videokameras. Diese filmen jeweils den Eingangs- und Kassenbereich. Im Auebad werden zudem die Gänge vor den Schränken überwacht, um Aufbrüche zu verhindern. Ähnliche Anlagen gibt es im Hallenbad Süd und im Freibad Harleshausen, wo jeweils auch die Schränke im Blick sind. Zudem gibt es Kameras über den Schwimmbecken. Diese Bilder werden von der Schwimmaufsicht überwacht.

Geschäfte/ Tankstellen

Im Einzelhandel sind ungezählte Kameras im Einsatz. Besonders in den Galerien und Kaufhäusern gibt es Kameraüberwachung. Eine ähnlich dichte Überwachung gibt es bei den Tankstellen.

Auestadion

Seit dem Kasseler Hessentag (2013) gibt es am und im Kasseler Auestadion eine Videoüberwachung. Alle Kurven werden gefilmt. Vorgeschrieben ist eine solche Anlage eigentlich erst ab der Dritten Liga.

Parkhäuser

In einigen Parkhäusern, wie beispielsweise im Parkhaus Friedrichsplatz, gibt es ebenfalls eine Videoüberwachung.

Banken

In den Banken sind Überwachungskameras Pflicht. Überall, wo Geld über den Tresen geht oder aus Automaten kommt, gibt es Kameras. Allein Kasseler Sparkasse und Kasseler Bank unterhalten an etwa 60 Standorten Bankautomaten, die überwacht werden.

Museen

Sämtliche Museen und historischen Bauwerke der Museumslandschaft Hessen Kassel (MHK), wie etwa das Schloss Wilhelmshöhe und die Neue Galerie, werden elektronisch überwacht.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.