Hilfe für Krebspatienten

Onkologie-Verbund informierte über Diagnose- und Therapiemöglichkeiten

Kassel. Seit Mitte 2013 gibt es den Onkologie-Verbund Nordhessen. Jetzt informierten die Kooperationspartner etwa 50 niedergelassene Mediziner aus der Region in der Pathologie Nordhessen über das Spektrum von Diagnose- und Therapiemöglichkeiten bei Tumorerkrankungen.

Ziel des Verbundes ist es, eine bestmögliche medizinische Versorgung von Patienten mit onkologischen Erkrankungen sicherzustellen. Dazu kooperieren das Rot-Kreuz- Krankenhaus, das Elisabeth-Krankenhaus, die Lungenfachklinik Immenhausen, die Pathologie Nordhessen und die Kasseler Praxis für Radiologie, Nuklearmedizin und Strahlentherapie mit dem Universitätskrebszentrum (G-CCC) Göttingen. „Die Experten des G-CCC und Behandlungsmöglichkeiten auf dem neuesten Stand der Wissenschaft stehen damit allen Mitgliedern des Onkologie-Verbundes zur Verfügung“, sagte Prof. Michael Ghadimi, Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie der Universität Göttingen.

Durch die Kombination einer optimalen Versorgung vor Ort und den direkten Zugriff auf das neueste Know-how aus Forschung und Wissenschaft profitierten Patienten gleich zweifach von der Partnerschaft. So arbeiten die Partner beispielsweise in sogenannten „Tumorboards“ zusammen. Das sind Konferenzen, in denen sich Expertenteams aus verschiedenen Fachbereichen, die für einen speziellen Erkrankungsfall von Bedeutung sind, über die beste Behandlungsmethode verständigen. Damit kann laut der Experten auch für komplexe Fälle eine optimale Versorgung gewährleistet werden.

In der Krebstherapie werden laut Prof. Josef Rüschoff, Medizinischer Leiter der Pathologie Nordhessen, beispielsweise mithilfe von Antikörpern derzeit rasante Fortschritte erzielt. Diese Proteine können unter bestimmten Voraussetzungen die Abwehrmechanismen von Tumorzellen außer Kraft setzen und so dem Körper die Möglichkeit geben, die Tumorzellen selbst zu bekämpfen. Vor allem bei Lungenkrebs und dem schwarzen Hautkrebs seien mit dieser Therapie bereits gute Erfolge erzielt worden. Ein onkologisches Netzwerk zwischen den nordhessischen Einrichtungen und dem Universitätskrebszentrum Göttingen besteht bereits seit zehn Jahren und mündete im Juni 2013 in die Gründung des Onkologie-Verbundes Nordhessen. „Der Verbund hat den Anspruch, in Kassel eine maximale onkologische Versorgung anzubieten“, sagt Ghadimi.

Zwölf weitere Kliniken aus Kassel und Nordhessen haben sich ebenfalls Mitte 2013 in einem zweiten Verbund, dem onkologischen Kooperationsverbund für Nordhessen, mit dem gleichen Ziel zusammengeschlossen. Koordinierendes Krankenhaus dabei ist das Klinikum Kassel.

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