Neujahrsempfang in Bettenhausen: Oberbürgermeister setzt weiter auf ein technisches Rathaus

Neujahrsempfang: Hilgen bekräftigt Pläne für Salzmann

Zieht hier doch noch die Stadtverwaltung ein? Beim Jahresempfang in Bettenhausen machte Oberbürgermeister Bertram Hilgen deutlich, dass er weiter an den Plänen für ein technisches Rathaus festhält. Archivfoto: Herzog

Bettenhausen. Der Umzug von Ämtern des Baudezernats auf das Salzmann-Gelände scheint doch noch nicht vom Tisch zu sein – zumindest nicht für Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD).

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Er sei weiter der Überzeugung, dass die Umwandlung des Industriedenkmals in ein technisches Rathaus eine vernünftige Lösung sei, die sich rechne, sagte Hilgen am Sonntag während des Neujahrsempfangs der Werbegemeinschaft Bettenhausen vor etwa 150 Gästen im Autohaus Damm.

Optimistisch ins neue Jahr: Die Vorstände Thomas Nicolaus, Markus Hegmann und Jens Schlechter (von links) und Oliver Anhalt, Chef des Autohauses Damm, scherzten mit Schauspielerin Andrea Ortolano, die für Humor sorgte. Foto:  Dilling

Wenn sich „der Nebel und die Rauchschwaden des Wahlkampfs gelegt“ hätten, werde man im Rathaus noch einmal vernünftig über das Thema reden. Schließlich stünden im Haushalt noch die elf Millionen Euro bereit, die die Stadt beim Bau einer Multihalle in die Infrastruktur investieren wollte.

Vom Publikum bekam Hilgen Beifall für das Festhalten an den alten Plänen. Wegen des Widerstandes der Grünen und dem ihnen nahestehenden Stadtbaurat Dr. Joachim Lohse (parteilos) hatte der Oberbürgermeister seine Pläne vom technischen Rathaus Mitte Januar aufgegeben.

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Zugleich erteilte der Hilgen dem Wunsch der Werbegemeinschaft, Salzmann als Einzelhandelszentrum auszubauen, erneut eine Absage. Die Fläche sei dafür einfach zu groß. 15 000 Quadratmeter „Kaufland“ würden vor allem große Handelsketten anziehen und den Bettenhäuser Einzelhändlern auf Dauer nur Umsatzverluste bescheren, sagte der Oberbürgermeister.

Bettenhausen, ein Stadtteil, der früher eher ein Aschenputteldasein führte, ist im Aufbruch. Da waren sich Hilgen und Thomas Nicolaus, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, beim Neujahrsempfang einig. Doch Nicolaus hat noch einen langen Wunschzettel für die Stadt. „Salzmann schadet dem Ansehen Bettenhausens“. Die Sanierung von Sandershäuser und Leipziger Straße, der erneuerte Dorfplatz sowie die Renovierung einzelner Häuser reiche nicht. Es fehlten Akzente, die das Wohnen in dem Stadtteil attraktiver machen, meinte Nicolaus.

Ortsvorsteher Peter Tippmann ergänzte den Wunschzettel. Die Stadt müsse endlich Bettenhausens Schmuddelecke jenseits der Sandershäuser Straße bis zur Unterneustadt beseitigen.

Die Werbegemeinschaft präsentiert sich unter dem neuen Motto „Pro Bettenhausen – Ihr Partner für Dienstleistung & Einkauf“. Ziel der 95 Mitglieder ist es, ein dichtes Servicenetz im Stadtteil aufzubauen und das kulturelle Angebot weiter zu unterstützen. Wenn es den Gewerbetreibenden in Bettenhausen gut gehe, profitierten davon auch die Bürger, sagte Nicolaus.

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