Hitlergruß: Künstler Meese vor Gericht

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Muss sich vor dem Kasseler Amtsgericht verantworten: Jonathan Meese.

Kassel. Weil er im Juni 2012 während einer Veranstaltung an der Universität Kassel seinen Arm zum Hitlergruß gehoben haben soll, muss sich der Berliner Künstler Jonathan Meese am Donnerstag, 18. Juli, vor dem Kasseler Amtsgericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft klagt den 43-Jährigen wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen an.

Bei einem öffentlichen Gespräch mit zwei Redakteurinnen des Magazins „Der Spiegel“ an der Uni Kassel hatte Meese am 4. Juni vergangenen Jahres mit einer Selbstinszenierung als „Diener der Kunst“ irritiert. „Ich kann sehr gut vor geilen Sachen strammstehen, da mache ich auch gerne mal den hier“ – sagte der 43-Jährige und streckte anschließend den rechten Arm aus.

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Wegen einer ähnlichen Performance war Meese schon einmal in Remagen angezeigt worden. Damals befand die Staatsanwaltschaft dort jedoch, dass es sich nicht um Politik, sondern um Kunst gehandelt habe. In Kassel sieht man das anscheinend anders.

Zuletzt hatte Meese Ende Juni während einer Aufführung in Mannheim provoziert: Er hatte unaufhörlich den Hitlergruß gezeigt und eine Außerirdischen-Gummipuppe mit einem Hakenkreuz beschmiert, mit der er auch Oral-Sex andeute. (use/mhs)

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