Andrang war mit 120.000 Besuchern an vier Tagen geringer als sonst

Wehlheider Kirmes: Die Hitze hielt einige fern

Sonst ist’s noch voller: Der Andrang zur Kirmes war geringer als sonst. Unser Foto entstand am Samstagabend auf dem Georg-Stock-Platz. Foto: Schachtschneider

Wehlheiden. Es war eine heiße Feier. So wie sie begann, endete die 64. Große Wehlheider Kirmes gestern Abend auch. Zu heiß und schwül für einige Besucher. Sie kamen in spürbar geringerer Zahl als in den vergangenen Jahren.

„Wir haben uns wohl alle zu sehr Sommerwetter gewünscht“, sagt der Vorsitzende der ausrichtenden Turngemeinde Wehlheiden (TGW), Dirk Reimann, und lacht: „Jetzt kam die Hitze mit Macht.“

Gäste tranken weniger Bier

Insgesamt habe sich das auf die Besucherzahl ausgewirkt. Statt bis zu 160.000 erwartete Besucher waren es in diesem Jahr an vier Kirmestagen geschätzte 120.000 gewesen. Die Umsätze seien zwar nicht ganz so geworden wie erhofft, aber: „Alles ist besser als zu kalt.“ Getrunken wurde bei dem Wetter viel, vor allem Wasser und nicht alkoholische Getränke. „Die Gäste haben sich vernünftig verhalten.“ Der prognostizierte Bier-Konsum  von 600 Hektolitern während der 64. Kirmes, so schätzt Reimann, sei um einige zig Hektoliter unterschritten worden.

Dirk Reimann

„So eine heiße Kirmes habe ich in 30 Jahren nicht erlebt“, sagt Kostas Vick vom Düsseldorfer Hof am Zwehrener Weg. „Wenn die Temperaturen etwas kühler sind, kommen mehr Gäste“, stellt er fest. Vor allem viel alkoholfreies Weizenbier sei bei ihm über den Tresen gegangen. Beim Eisbeinessen Montagabend hielten sich die Kirmesbesucher ebenfalls zurück. „Die Gäste haben lieber Leichtes und Salate gegessen.“

Jedes Wetter-Extrem sei für eine Open-Air-Veranstaltung problematisch, sagt Stefan Neuenhagen, Inhaber des Restaurants Bleibtreu an der Tischbeinstraße. Vor allem Familien mit kleinen Kindern seien lieber ins Freibad gegangen, als auf der Kirmes zu schwitzen. Auch Hochbetagte hielten sich zurück. „Wir wollten doch Sommer“, sagt Neuenhagen. Auch wenn etwas weniger gegessen und getrunken wurde als sonst: „Der Umsatz hielt sich im Rahmen.“

In einem sind sich alle einig: Es war eine tolle, großartig vorbereitete Kirmes mit einem breiten Musikprogramm. „Die Stimmung war super und das Fest gelungen“, sagt Reimann. Gelohnt habe sich auch der Aufwand, im Vorfeld eine Kooperation mit den Wehlheider Jugendräumen, der Polizei und dem Ordnungsamt zu organisieren und Streetworker einzusetzen. „Probleme mit Jugendlichen und Alkohol, die wir im vergangenen Jahr hatten, haben sich jetzt gegen null entwickelt“, sagte Reimann. Rettungsdienste seien kaum im Einsatz gewesen.

Bei unserer gestrigen Berichterstattung über den Wehlheider Kirmeszug haben wir die Karnevalsvereine verwechselt: Die „Rettung der Schleuse“ haben die Pääreschwänze und nicht die M-Einser gefordert.

Von Christina Hein

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