Ältere Menschen sind besonders gefährdet

Die Hitzewelle rollt an: Tipps für die heißen Tage

So schmeckt der Sommer: Mit erfrischenden Wassermelonen genießen die Kasseler Studentinnen Linda Strenisch und Kim Blum den Sommertag am Bugasee. Mit ausreichend Abkühlung, Sonnenschutz und genügend Schatten bleiben auch heiße Tage ungetrübt. Foto:  Zgoll

Kassel. Jetzt kommt der Sommer mit Macht: Heute wird das Thermometer laut Wettervorhersagen auf 31 Grad klettern. Hier finden Sie Tipps für die heißen Tage.

Heute warm, ab Donnerstag richtig heiß: Der Deutsche Wetterdienst warnt vor starken und extremen Wärmebelastungen mit gefühlten Temperaturen von über 32 Grad, am Freitag und Sonntag sogar über 38 Grad. Vor allem älteren und kranken Menschen, Säuglingen und Kleinkindern kann diese Hitze schnell gefährlich werden, warnt die Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel, Dr. Karin Müller.

Karin Müller

Schon jetzt klagen viele über Kreislaufprobleme, Schwindel und Kopfschmerzen, hat die Ärztin erfahren. Der schnelle Temperaturanstieg mache doch vielen zu schaffen. Deshalb sollten vor allem auch ältere Menschen ausreichend Wasser, verdünnte Fruchtsäfte oder Früchtetee trinken, Sonne meiden und sich in kühlen Rämen aufhalten. Menschen mit Kreislauf- oder Nierenerkrankungen sollten übrigens eventuell vorher ihren Arzt fragen, wie viel mehr sie trinken dürfen.

Aber nicht nur Risikogruppen sollten sich auf die heißen Tage vorbereiten: Wege und Einkäufe, die in diesen Tagen anstehen, sollte man möglichst schon vor der großen Hitze erledigen. Ein ordentlicher Vorrat an Mineralwasser sollte dabei auf dem Einkaufszettel stehen. Ansonsten helfen auch Lieferdienste von Geschäften oder Apotheken. Und wer das Sommerweter im Garten oder Schwimmbad genießen will, der braucht natürlich reichlich Sonnencreme (mindestens Lichtschutzfaktor 15, bei Kindern höher).

Schatten suchen

Nach Möglichkeit sollte man aber im Schatten bleiben und vor allem in der Mittagshitze körperliche Anstrengungen vermeiden. Ein Sonnenhut und eine Sonnenbrille sowie helle, luftige Kleidung sind ebenfalls zu empfehlen, rät Müller. Extremer Flüssigkeitsverlust, die Wärme- und Sonnenbelastung könne mitunter zu Muskelkrämpfen, schweren Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufstörungen, Erbrechen und Fieber führen. In solchen Fällen sollte man an einen Hitzschlag denken und einen Arzt hinzuziehen, so die Medizinerin.

Und sie appelliert, in diesen Tagen besonders auf Mitmenschen und Nachbarn zu achten und Hilfe anzubieten. So sollte man im Zweifelsfall besser einmal anklopfen oder klingeln, wenn beispielsweise auffalle, dass die ältere Nachbarin ihren Briefkasten noch nicht geleert hat.

Tipps für heiße Tage

Auf Ernährung achten

• Schwere Kost und tierische Lebensmittel belasten den Körper an heißen Tagen zusätzlich. Jetzt sollten kleine verdauliche und vitaminreiche Mahlzeiten wie Salate, Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen.

• Einschränken sollte man die Koffeinzufuhr. Und wenn – in Maßen – Alkohol getrunken wird, sollte man immer Wasser dazu trinken.

Schutz vor Hitze

• Um die Wohnung möglichst kühl zu halten, sollte nur spätabends, eventuell auch nachts und in den frühen Morgenstunden gelüftet werden. Danach Fenster, Rollläden, Jalousien und Gardinen geschlossen halten.

• Kühle Kompressen, eine Dusche (vielleicht auch vor dem Schlafengehen) oder eine Abkühlung der Handgelenke unter dem Wasserhahn helfen, den Körper abzukühlen.

• Pflegebedürftige, die im Bett liegen, sollten nur leicht bekleidet sein und eine dünne Decke bekommen.

• Wer sich draußen aufhält, sollte Schattenplätze suchen und nicht über Stunden in die direkte Sonne gehen.

• Niemals Kinder, gesundheitlich beeinträchtigte Personen oder Tiere in einem parkenden Auto zurücklassen – nicht einmal kurz.

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