HNA-Aktion

Kühne-Hörmann mit 60 Lesern auf Stadtrundfahrt

Bei der ersten von fünf HNA-Stadtrundfahrten mit Landespolitikern, stellte sich am Montag die Kultur- und Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann den Fragen der 60 mitreisenden Lesern. Ein Protokoll der Fahrt. 

14.30 Uhr: Die Reisegruppe entdeckt die Ministerin von weitem. Sie trägt rot. „Die sieht aus wie im Fernsehen“, stellt Wilhelm Nowotny aus Heiligenrode fest, der im zweiten Stock des Doppeldeckers der Firma Fredrich Platz genommen hat. Wie die anderen 59 Leser im Bus hat er die Fahrt bei der HNA gewonnen.

14.45 Uhr: Der Bus rollt vom HNA-Parkplatz, es ist heiß. Als die Reise an der Baustelle Landesmuseum vorbeiführt, erzählt die Ministerin, sie wolle das einst dort beheimatete Tapetenmuseum „so schnell wie möglich“ im gegenüberliegenden Verwaltungsgerichtshofgebäude unterbringen. Um die großen Tapeten zeigen zu können, sei ein Anbau nötig. Der Brüder-Grimm-Platz solle mit Tapeten- und Landesmuseum, Torwache und Murhardscher Bibliothek zum Museumsstandort werden.

15.15 Uhr: Der Bus kämpft sich den Herkules hinauf und zieht eine Autoschlange hinter sich her. Busunternehmer Thomas Fredrich sagt, sein Bus habe 1,8 Mio. Kilometer auf dem Buckel. Staunen.

15.30 Uhr: Ankunft am Herkules. Jetzt wird’s knifflig für die Ministerin. Denn das Besucherzentrum hat montags geschlossen und damit auch die Toiletten im Inneren. Einige Leser erleichtern sich nun verbal bei der zuständigen Kulturministerin. Wie das denn sein könne, ein geschlossenes Besucherzentrum an Kassels Wahrzeichen und das während des Hessentages, will etwa Klaus-Peter Haupt aus Kassel wissen. Die Ministerin kontert: „Das macht uns international, dass dort montags geschlossen ist.“ Schließlich seien weltweit alle Museen montags zu.

16 Uhr: Abfahrt ins Tal. Kühne-Hörmann erzählt vom 200-Mio.-Euro-Programm für die Kasseler Museen. Das Geld, das 2006 veranschlagt wurde, werde nicht ausreichen für alle nötigen Arbeiten. Die Preise, etwa für Stahl, seien gestiegen. Dennoch würden alle geplanten Projekte angegangen – auch das Tapetenmuseum. Manch anderes Projekt müsse zeitlich gestreckt werden. Die geplante Grimm-Welt auf dem Weinberg sei ein städtisches Projekt, aber aus ihrer Sicht sei der Verwaltungsgerichtshof eine gute Alternative, falls es auf dem Weinberg nicht klappe. Da sei nach dem Auszug des Gerichts genug Platz für Tapeten und die Grimms.

Bilder von der Fahrt

Im Doppeldecker-Bus mit Eva Kühne-Hörmann

16.30 Uhr: Als der Bus wieder Richtung Innenstadt abbiegt, steuert Kühne-Hörmann das Thema Welterbe an. Nächste Woche falle die Entscheidung in Phnom Penh, ob der Bergpark sich mit dem Titel schmücken könne. Wenn ja, werde das Bergparkfest am 29. Juni noch größer. Und wenn erstmal der Welterbestatus da sei, dann würden andere Regeln gelten. Sprich: Dann sei genug Geld da, um das Besucherzentrum inklusive Toiletten auch montags zu öffnen.

Von Bastian Ludwig

Rubriklistenbild: © Koch

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.