Vor allem bei Krebs sind Blutkonserven nötig

HNA-Blutspendeaktion 2014: Heute letzter Spendentag

Blutspende: Karin Heckrodt (links) bereitet bei Evelyn Büttner aus Vellmar die Blutentnahme vor. Die 63-Jährige spendet seit vergangenem Jahr Blut. Fotos: Konrad

Kassel. Endspurt: Heute ist der letzte Tag der HNA-Blutspendeaktion. Nutzen Sie die Gelegenheit, mit einer Blutspende Leben zu retten. An den bisherigen drei Tagen haben sich insgesamt 3914 Menschen aus Kassel und der Region an der 14. Blutspendeaktion der HNA und des Deutschen Roten Kreuzes beteiligt.

Wenn die Spendenbebreitschaft auch am letzten Tag so hoch bleibt wie bisher, können laut Rainer Riedinger, DRK-Regionalleiter Nordhessen, auch in diesem Jahr die Engpässe an Blutkonserven in den Sommerwochen ausgeglichen werden. Etwa 4200 Blutkonserven benötigt das DRK pro Woche, 148 Krankenhäuser greifen darauf zurück, allein 50 davon in Nordhessen.

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Evelyn Büttner aus Vellmar spendet seit vergangenem Jahr Blut. Karin Heckrodt, Leitende DRK-Schwester, bereitet die Blutentnahme bei vor. „Eine Freundin hat mich zum Blutspenden motiviert“, sagt die 63-Jährige. Sie hat sich vorgenommen, zweimal jährlich Blut zu spenden.

Während das Blut in den Beutel läuft, füllt Heckrodt gleichzeitig noch ein kleines Röhrchen mit Blut. „Es dient dazu, vor der Gabe einer Blutkonserve noch einmal eventuelle Unverträglichkeiten mit dem Blut des Empfängers auszuschließen“, sagt DRK-Mitarbeiterin Jaquelin Weniger. Sie sammelt die gekennzeichneten Röhrchen. Am Ende werden sie zusammen mit der Blutspende zur Weiterverarbeitung geschickt.

Jaquelin Weniger vom DRK sammelt die Spenderröhrchen.

Etwa alle zehn Minuten bringt Michael Hartmann vom DRK die Blutspenden zu einem Kühllastwagen vor dem Regierungspräsidium. Dort werden die Blutbeutel zwischengelagert. „Das gespendete Blut muss bei einer Raumtemperatur von plusminus 22 Grad Celsius gelagert werden, um weiter verarbeitet werden zu können“, erklärt er. Ein bis zweimal am Tag werden die Blutspenden dann zur Weiterverarbeitung nach Frankfurt gefahren.

Die meisten Blutkonserven sind laut Riedinger für die Behandlung von Krebserkrankungen notwendig. Eine Chemotherapie beispielsweise führt oft zu einer vorübergehenden, kompletten Unterdrückung der körpereigenen Blutbildung. Die Patienten sind in dieser kritischen Behandlungsphase lebenswichtig auf Blutübertragungen angewiesen. Auch bei Herz-, Magen-Darm-Erkrankungen und in der Unfallchirurgie werden viele Blutkonserven benötigt. Riedinger: „Bei schweren Unfällen können zwischen 20 und 30 Blutkonserven notwendig sein.“

Von Mirko Konrad

Fotos: HNA-Blutspendeaktion im Regierungspräsidium

HNA-Blutspendeaktion im Regierungspräsidium

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