Eine Stunde Zeit und Personalausweis mitbringen

HNA-Blutspendeaktion vom 11. bis 14. August: Kliniken warten auf Blut

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Viel zu tun im umfunktionierten großen Sitzungssaal des Regierungspräsidiums. Im vergangenen Jahr folgten 4542 Menschen dem Aufruf zur Blutspende. Sara Yebio (links) und Christine Hodtke kümmerten sich um die richtige Lagerung der Blutkonserven.

Kassel. Die anhaltende Sommerhitze fordert ihren Tribut: Die Zahl der Blutspenden und damit auch die Blutvorräte sind deutlich zurückgegangen.

Die Kliniken in Nordhessen konnten deshalb vom DRK-Blutspendedienst nicht wie erforderlich beliefert werden, sogar planbare Operationen mussten schon abgesagt werden. Deshalb die Bitte: Kommen Sie ab Dienstag zur Blutspende ins Regierungspräsidium Kassel, Steinweg 6.

Sie helfen damit Ihren Mitmenschen, die schwer krank sind oder schwere Verletzungen erlitten haben. Denn Blut ist trotz des medizinischen Fortschritts bis heute durch nichts zu ersetzen. Es kann nur von Menschen für Menschen gespendet werden. Und Blutprodukte sind nur begrenzt haltbar.

Blutprodukte werden beispielsweise bei Gelenkoperationen sowie Herz-, Nieren- und Knochenmarkstransplantationen benötigt. Auch für schwer verletzte Unfallopfer oder die Therapie von Krebspatienten müssen stets ausreichende Blutkonserven vorgehalten werden. Für die Erstversorgung von Patienten unbekannten Blutgruppen, die akut versorgt werden müssen, sind Konserven der Blutgruppe 0 Rhesus negativ besonders wichtig. Denn diese können universell eingesetzt werden. „Spender mit dieser Blutgruppe werden daher in hohem Maße benötigt“, sagt der Leiter des Kasseler Instituts des DRK-Blustspendedienstes, Walid Sireis.

Und es ist gar nicht schwer, zum Lebensretter zu werden. Sie brauchen eine Stunde Zeit und Ihren Personalausweis. Wenn Sie schon mal gespendet haben, bringen Sie auch Ihren Blutspendeausweis mit. Im Regierungspräsidium werden Sie von Mitarbeitern des Blutspendedienstes empfangen. Und so geht es weiter:

• Sie füllen einen kurzen Fragebogen zu Ihrer gesundheitlichen Vorgeschichte aus.

• Bei einem Gespräch mit einem Arzt werden Blutdruck und Puls gemessen.

• Es gibt einen kleinen Pikser in den Finger; mit dem Tropfen Blut wird der Wert des roten Blutfarbstoffs bestimmt. Die Körpertemperatur wird mit einem Infrarot-Thermometer im Ohr gemessen.

• Gibt der Doktor das Okay, werden Sie zu einer Liege zur Blutentnahme begleitet.

• Nun gibt es einen kleinen Pikser von erfahrenen Mitarbeitern des Blutspendedienstes. Mit einer Hohlnadel wird eine Armvene punktiert und ein halber Liter Blut entnommen. Das dauert ungefähr zehn Minuten. Die Einstichstelle wird mit einem kleinen Druckverband und nach kurzer Ruhepause mit einem Pflaster versorgt - dann ist die Spende schon überstanden.

• Jetzt können Sie ein Weilchen ausruhen. Dann sollten Sie etwas trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Außerdem sind Sie zu einem reichhaltigen Buffet in die Cafeteria eingeladen.

• Zum Schluss gibt ein Dankeschön: Eine Vier-Stunden-Gold-Freikarte für die Kasseler Kurhessen Therme mit Extra-Schmanckerl aus dem Therme-Restaurant. Oder sie entscheiden sich für zwei Freikarten fürs Capitol-Cineplex-Kino Kassel.

Blutspender können sichtypisieren lassen

Die Teilnehmer der HNA-Blutspendeaktion haben in diesem Jahr die Gelegenheit, sich über eine Typisierung und die Aufnahme in die deutsche Stammzellenspenderdatei des DRK-Blutspendedienstes zu informieren und sich eventuell auch gleich aufnehmen zu lassen. Stammzellenspenden werden benötigt, um die Heilungs- und Überlebenschancen von Patienten mit Blutkrebs (Leukämie) zu verbessern.

In Verbindung mit der Blutspende kann für die Typisierung ein weiteres Röhrchen Blut ihm Rahmen der Spende abgenommen werden. Hier seien besonders Blutspender im Alter zwischen 18 und 40 Jahren angesprochen, so der Kasseler Institutsleiter Dr. Walid Sireis.

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