Kassels Kämmerer stellte sich Fragen zum Sparkonzept

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Dr. Jürgen Barthel

Wozu soll der Schutzschirm für Kassel gut sein? Solche und andere Fragen zur Finanzsituation der Stadt hat sich Kämmerer Jürgen Barthel via Chat und Telefon bei der HNA gestellt. Die Fragen kamen von Ihnen - unseren Lesern.

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Kassel wird unter den Schutzschirm schlüpfen

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Bereits Mittwochmittag stellten sich Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Bürgermeister Jürgen Kaiser sowie Jugenddezernentin Anne Janz und Baudezernent Christof Nolda den Fragen der Leser.

Hier Fragen und Antworten aus dem Chat mit Kämmerer Dr. Jürgen Barthel:


Wieso bitte ist ein Schutzschirm erforderlich, um säumige Väter nachdrücklich zur Kasse zu bitten? Wenn ein Potenzial von 200.000 € möglich ist, warum dann erst jetzt? Finde ich sehr irritierend, zumal die Thematik Unterhalt, Kinderarmut usw. immer wieder in den Medien hervor geholt wird.

Barthel: Da haben Sie recht. Meiner Kollegin Janz geht es darum, Väter, die Unterhalt leisten können, sich davor aber drücken, zur tatsächlichen Zahlung heranzuziehen. Ich hoffe, dass wir mit diesen verstärkten Anstrengungen, Erfolg haben werden.

In wie weit wird der Flughafen Kassel Calden in den Haushalt 2013 einfließen? Bezüglich Anbindung Nahverkehr und Werbung für den Flughafen generell. Was wird Kassel dafür tun?

Barthel: Im Haushalt der Stadt sind die anteiligen Betriebskostenzuschüsse für den Flughafen enthalten. Dies schließt auch die Werbung für den Flughafen mit ein, allerdings nicht den öffentlichen Nahverkehr.

Die Goethestraße wird vom Land Hessen mit ca. 3,5 Mio Euro gefördert, kostet aber 9,6 Mio Euro. Wo kommt der Rest her, wenn die Stadt doch so viel Geld sparen muss?

Barthel: Die Kommunalaufsicht hat der Stadt einen jährlichen Kreditrahmen von 16,25 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Aus diesem Kreditrahmen finanzieren wir über mehrere Jahre die notwendigen Eigenmittel der Stadt. Mit dieser Maßnahme wollen wir nicht nur einen Beitrag zur positiven Stadtentwicklung leisten, sondern auch den Einzelhandel an der Friedrich-Ebert-Straße stärken. Über die Prioritätensetzung bei den städtischen Investitionen entscheidet letztlich die Stadtverordnetenversammlung.

Kämmerer Dr. Barthel war am Mittwochabend von 18 bis 19 Uhr im unten stehenden Chat und telefonisch erreichbar.

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