HNA-Kommentar: Christina Hein zum Problem am Lutherplatz in Kassel

Es ist ein klarer Verdrängungseffekt: Vor wenigen Jahren noch hielt sich die Trinker- und Drogenszene auf dem Friedrichsplatz auf. Das störte vor allem die Geschäftsleute, eine starke Interessensgruppe.

Vermehrte Kontrollen durch das Ordnungsamt und ein Alkoholverbot vertrieben die Szene von der Einkaufsmeile.

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Ein vom Eigentümer, der Kirche, ausgesprochenes Alkoholverbot führte dazu, dass sich die Szene auch vom Martinsplatz verzog. Jetzt hat sie - mächtig angewachsen - den Lutherplatz als Treff auserkoren. Hier verstört sie Kirchgänger und Besucher des Evangelischen Forums.

Sie sollten sich doch christlich und tolerant gegenüber den Drogenkonsumenten verhalten, muss sich die Kirche anhören. Dabei ist hier die Stadt in der Pflicht, nach Abhilfe zu suchen. Sollte das Evangelische Forum das Handtuch werfen und den Lutherplatz verlassen, wäre das ein Desaster für die Innenstadt. Hoffnung macht den Betroffenen der geplante Trinkerraum. Er könnte dazu führen, dass die Szene auseinandergerissen und damit wenigstens verkleinert wird.

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