HNA-Kommentar über die Wahlhelfer-Suche: Anreize sind gefragt

Kassel. Für die Bundes- und Landtagswahl in einem Monat sucht die Stadt Kassel noch 510 Wahlhelfer. Ein Kommentar von HNA-Lokalredakteur Bastian Ludwig.

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Wahlhelfer ist ein Ehrenamt. Der Begriff hat mit der Realität aber nicht mehr viel zu tun. Denn erstens dürften sich nur wenige tatsächlich geehrt fühlen, wenn ihnen diese Aufgabe angetragen wird. Und zweitens wird den Ausgewählten wenig Ehre entgegengebracht, wenn sie sich den Sonntag um die Ohren schlagen. Daraus erklärt sich, warum es so schwierig ist, genug Freiwillige zu finden.

Kurzum: Um die Staatsbürgerpflicht war es mal besser bestellt – dies zeigt auch die sinkende Wahlbeteiligung. Die Ursachen sind im Politikverdruss zu suchen, an dem die Politiker nicht unschuldig sind.

E-Mail an den Autor: bal@hna.de

Um die Entwicklung zu beklagen, bleibt keine Zeit. Mit der doppelten Wahl steht eine Mamutaufgabe bevor. Die Stadt kann sanften Druck auf die „Freiwilligen“ ausüben oder sie wird erfinderisch. Andere Städte machen es vor. Regensburg etwa verlost zusätzlich zur Aufwandsentschädigung Preise unter den Helfern, bei anderen Städten gibt’s Freikarten für Veranstaltungen oben drauf. Über solche zusätzlichen Anreize sollte auch in Kassel nachgedacht werden.

Von Bastian Ludwig

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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