Kommentar

Demonstrationen in Kassel: Nur noch ein Event?

Kagida hat am Montag zum dritten Mal an einem Montagabend zu einer Kundgebung mit anschließendem „Spaziergang“ eingeladen. Ein Kommentar von Frank Thonicke.

Bekannt ist, dass Terroristen im Namen des Islams weltweit fürchterliche Verbrechen begehen. Gegen diese Mörder, Entführer und sonstigen Gewalttäter helfen keine Überzeugungsarbeit, Diskussionen und Demonstrationen, sondern Polizei und Geheimdienste. Bekannt ist auch, dass die Wahrscheinlichkeit, dass der Islam das Abendland unterwandert und eines Tages dominiert, kleiner ist als die Möglichkeit, dass Bayern München nicht Deutscher Meister wird.

Trotzdem gibt es diese Inflation von Demos gegen die Islamisierung. Kassel ist im Vergleich zu Dresden dabei eine kleine Nummer - ein paar Dutzend meinen, nun regelmäßig vor den vermeintlichen Gefahren einer fremden Religion warnen zu müssen. Und ebenso reflexartig ist die Reaktion: Da werden flugs sogar Großdemos organisiert, als gelte es, unsere Gesellschaft retten zu müssen. Man kann sich ob dieser Demo-Inflation nicht des Eindrucks erwehren, dass ein wichtiges Grundrecht so verkommt - zu einem Teil unser Event- und Partykultur.

Dritte Kagida-Demo in  Kasseler Innenstadt

Gewerkschaften demonstrieren in Kassel

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