Claas Michaelis

Kommentar zu einer Abstimmung gegen Kagida: "Peinlicher Auftritt"

Kassel. Mit einer Resolution haben sich die Kasseler Stadtverordneten für ein weltoffenes Kassel ausgesprochen. Zwei von ihnen hatten allerdings zu Beginn Probleme damit. Claas Michaelis zur Kagida-Resolution.

Lesen Sie auch

Resolution: Stadtverordnete einstimmig gegen Kagida

In aller Eile haben alle Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung eine Resolution auf den Weg gebracht, um auf die Kagida-Demonstrationen zu reagieren. Alle? Fast alle. Nur Demokratie erneuern/Freie Wähler (DeFW) mochte sich vor der Sitzung am Montag nicht dazu durchringen, die Resolution zu unterstützen.

Wie die DeFW-Wortführer Bernd Häfner und Dr. Bernd Hoppe dann versuchten, ihre Schwierigkeiten zu begründen, war an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Häfner kritisierte, dass der zugegeben nicht eben brillante Text widersprüchlich sei und der Sache nicht gerecht werde. Ihm würde ein Satz reichen, so Häfner: „Ich finde Kagida zum Kotzen.“ Als ob diese Aussage der Sache gerecht werden würde.

Hoppe trieb es auf die Spitze und beantragte, die Resolution nicht zu beschließen, um darüber erst im Ausschuss zu beraten – irgendwann im neuen Jahr. Dafür erntete er wütende und laute Zwischenrufe aus allen Fraktionen.

Was Hoppe und Häfner mit ihrem Auftritt bezwecken wollten, wussten sie wohl selbst nicht. Als über die Resolution entschieden wurde, stimmten auch sie dafür.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.