Kommentar zur Bebauung in Wolfsanger: Wohn-Ideale von gestern

Kassel. Weiterhin Unmut gibt es in Wolfsanger über die Pläne eines Hamburger Investors für das frühere Sportparkgelände am Triftweg. Auch abgeänderte Planungsvarianten stießen im Ortsbeirat auf Kritik. Dazu ein Kommentar von Axel Schwarz.

In Wolfsanger befindet sich Kassels einziges großflächiges Wohnungsneubaugebiet der vergangenen Jahre. Jetzt kommt die fantastische Chance hinzu, ein weiteres großes Areal im Zentrum des neuen Quartiers zu erschließen. Die künftigen Zuzügler werden die Existenz von Schulen, Lokalen und Geschäften im Stadtteil sichern helfen.

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Die breite Kritik an einer einheitlichen, zeitgemäß verdichteten Bebauung finde ich als Bewohner der wiedergegründeten Unterneustadt überzogen und nicht nachvollziehbar. Wer da gegen „Klötze mit Ghettocharakter“ wettert, muss sich fragen lassen, ob sein mutmaßliches Ideal vom Rama-Familien-Bausparerhäuschen mit üppig Raum zum Rasenmähen noch in die Zeit passt. In eine gefragte Zuzüglerstadt wie Kassel passt es auf jeden Fall nicht.

Auch habe ich kein gutes Gefühl dabei, wenn Menschen, die erst vor drei, vier Jahren in ein immer noch von Baustellen geprägtes Gebiet gezogen sind, in weiteren Bauvorhaben bereits eine Zumutung sehen.

Dass der aufgegebene Sportpark Campus vor Jahren mal gut frequentiert war, mag zu dem Trugschluss führen, das Privatgelände sei eine Art öffentlicher Ort samt Mitspracherecht. Der rege Autoverkehr dorthin hatte seinerzeit komischerweise niemanden gestört.

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