Verdacht illegaler Abfallentsorgung

Kommentar zur Durchsuchung bei K+S: Problem wieder aufgetaucht

Kassel. Ermittler haben wegen des Verdachts illegaler Abfallentsorgung am Mittwoch Büro- und Geschäftsräume des Düngemittel- und Salzproduzenten K+S durchsucht. Ein Kommentar von Jan Schlüter.

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Das hat dem Kasseler K+S-Konzern gerade noch gefehlt: Nicht nur, dass sich das börsennotierte Großunternehmen seit Monaten mit dem Übernahmewunsch des kanadischen Konkurrenten Potash herumschlagen muss. Jetzt standen auch noch jede Menge Polizei-Fahrzeuge vor der Konzernzentrale: Durchsuchungen im großen Stil. Das Großaufgebot in Uniform vor dem eigenen Laden ist zwar dem guten Image nicht gerade zuträglich, bedeutet ansonsten aber vorerst nur, dass es seitens einer Staatsanwaltschaft einen zu klärenden Tatverdacht gibt. Es sollen Beweise gefunden und gesichert werden. Drum hüte man sich vor einer Vorverurteilung.

Für K+S ist die Abwasserproblematik schon fast sinnbildlich. Da versenkt der Kasseler Produzent über Jahre mit bergamtlicher Genehmigung Abwässer aus der Kaliproduktion im Raum Gerstungen, aber sie bleiben nicht wie erhofft im Plattendolomit. Vielmehr kommt die Salzlauge wie von Kritikern stets befürchtet wieder hoch. Das alte Problem taucht wieder auf.

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