Vorstandschef wird wohl nicht wiedergewählt

Kommentar zu Klinik-Chef Sontheimer: "Das ist fahrlässig"

Horst Seidenfaden

Kassel. Der Vorstandschef des Klinik-Konzerns Gesundheit Nordhessen Holding, Dr. Gerhard M. Sontheimer, wird wohl bei der Sitzung des Aufsichtsrats am kommenden Dienstag nicht wiedergewählt. Ein Kommentar von Horst Seidenfaden, HNA-Chefredakteur.

Ein kommunales Großunternehmen erfolgreich zu leiten, das ist ein extrem schwieriger Akt. Politische Kräfte verhindern aus irrational politischen Erwägungen manches Handeln, in einem Krankenhaus kommt die zu Recht selbstbewusste Gruppe von Chefärzten hinzu.

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Dass Gerhard M. Sontheimer ein zielstrebiger, erfolgreicher Klinikchef mit klaren Vorstellungen über den Kurs des Konzerns ist – das ist unstrittig. Dass er möglicherweise versäumt hat, Allianzen zu schmieden, dass er eventuell zu wenige Kompromisse im Sinne des Betriebsfriedens schloss – das scheint sich jetzt zu rächen.

Auf der anderen Seite stellt sich aber die Frage: Die Gemeinschaft der Sontheimer-Gegner kann bis jetzt nicht nachweisen, dass hinter der Nicht-Wiederwahl des Klinik-Chefs auch ein unternehmerisches Konzept steckt. Das gemeinsame Ziel heißt: Sontheimer muss weg. Mit anderen Worten: Um jeden Preis. Das ist für ein so großes Unternehmen, das vor so harten Aufgaben steht, nicht nur zu wenig. Das ist fahrlässig.

E-Mail an den Autor: hos@hna.de

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