Umstrittene Flagge auf dem Fridericianum

Kommentar zur Kritik an den Strafverfolgern: Wo leben sie denn?

Kassel. Kunst- und Kulturschaffende aus Kassel kritisieren Polizei und Staatsanwaltschaft sowie die HNA im Zusammenhang mit der schwarze Flagge, die kürzlich über dem Museum Fridericianum wehte. Ein Kommentar dazu von HNA-Redakteur Frank Thonicke.

Liest man die Stellungnahme der Kasseler Kulturschaffenden, dann fragt man sich: Wo leben sie denn? Oder, eine Nummer kleiner: Haben sie überhaupt gelesen, was wir berichtet haben?

Denn das war keineswegs tendenziös. Wir haben berichtet, dass sich Menschen in Kassel über die Fahne aufgeregt haben. Dass es eine Anzeige gab, wegen der die Staatsanwaltschaft ermittelt hat. Dass die Ermittlungen eingestellt wurden. Dass die Staatsanwalschaft meint, das Hissen der Fahne sei zumindest unglücklich gewesen. Dass auf der Fahne nichts stand. Und alle Beteiligten kamen zu Wort.

Dafür nun die Kritik an uns – aber geschenkt. Von einem merkwürdigen Weltbild zeugt indes die Kritik an Staatsanwaltschaft und Polizei. Die müssen in einem Rechtsstaat nach einer Anzeige ermitteln. Oder etwa nicht, weil es vielleicht um Kunst geht? Ich bin sicher: Wenn irgendein Idiot ein Kunstwerk beschädigt, sind diese Kritiker die Ersten, die nach der Polizei rufen.

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