Kommentar zur Lage bei K+S: Gefahr nicht gebannt

Kassel. Der Kali- und Salz-Produzent K+S hält nichts vom Übernahmeplan seines Konkurrenten Potash und erteilte den Kanadiern eine Absage - vorerst. Ein Kommentar von HNA-Redakteur José Pinto.

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K+S will sich nicht von Kanadiern kaufen lassen

Die Kuh ist noch lange nicht vom Eis. Die Ablehnung der freundlichen Potash-Offerte bedeutet nur, dass Vorstand und Aufsichtsrat von K+S sie nicht akzeptieren. Nicht mehr und auch nicht weniger. Jetzt muss abgewartet werden. Bessern die Kanadier das Angebot nach und unterschreiben sie gerichtsfeste Verträge zur Standort- und Beschäftigungssicherung, zu Umwelt- und Sozialstandards? Oder wagen sie sogar die feindliche Übernahme, bei der es in der Regel gar keine Zugeständnisse und Vereinbarungen gibt?

Alles Fragen, auf die es in den nächsten Wochen Antworten gibt. Eine feindliche Übernahme erscheint derzeit unwahrscheinlich. Denn die könnte sehr teuer werden. Und Käufe dieser Größenordnungen werden nur von Erfolg gekrönt, wenn man die Mitarbeiter, die Region und auch die Politik hinter sich hat. Letztere kann dem neuen Eigentümer in Sachen Gewässerschutz das Leben derart schwer machen, dass er wenig Freude am neuen Eigentum hat. Das Thema wird uns noch lange beschäftigten.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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