Kommentar zu Salzmann: Abriss-Birne droht

Dunkle Wolken über der Salzmann-Fabrik: Der geplante Bau von 450 Wohnungen auf dem Areal in Bettenhausen ist gescheitert. Wie es mit dem Industriedenkmal weitergeht, ist jetzt wieder offen. Ein Kommentar von HNA-Redakteur Frank Thonicke.

Die Tatsache, dass das Wohnprojekt Salzmann nun geplatzt ist, ist für die städtebauliche Entwicklung Kassels schlimm. In einem nicht gerade bevorteilten Stadtteil wie Bettenhausen hätte ein Aushängeschild entstehen können - daraus wird nun nichts. Die leidvolle Geschichte Salzmanns hat kein Happy End.

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Wer hat schuld daran? Das istnach den bisherigen Erkenntnissen nicht zu durchschauen. Was verwundert, ist der Umstand, dass die Absage des Investors Uwe Birk alle Beteiligten wie ein Blitzschlag aus heiterem Himmel traf. War es im Rathaus wirklich nicht abzusehen, dass dieses so wichtige, größte Wohnungsbauprojekt Kassels akut gefährdet ist? Vielleicht glimmt ja doch noch ein Lichtlein am Ende des Tunnels und Oberbürgermeister Hilgen schafft es, die Beteiligten - Investor Birk und Eigentümer Rossing - an einen Tisch zu bringen.

Die Hoffnung ist nicht groß. Der Schutt, der noch immer auf dem Salzmann-Gelände liegt, hat Symbolcharakter: Demnächst wird wohl die Abriss-Birne das Kapitel Salzmann endgültig beenden.

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