Axel Schwarz über Kassel als Gastgeberstadt

Kommentar zum Tourismus in Kassel: Flair nur alle fünf Jahre

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So attraktiv für Besucher wie zu documenta-Zeiten ist Kassels Innenstadtleben in anderen Jahren beileibe nicht, sagt HNA-Redakteur Axel Schwarz.

Immer mehr Touristen zieht es nach Kassel. Dabei ist die Stadt nur zu documenta-Zeiten richtig attraktiv, sagt HNA-Redakteur Axel Schwarz. Ein Kommentar.

Touristisch gesehen wird in Kassel jedes künftige Jahr ein documenta-Jahr sein – zumindest was die Besucherzahlen betrifft. Denn da gibt es kaum noch Unterschiede zwischen den rauschhaften Kunstschau-Sommern und anderen Kalenderjahren: Immer mehr Menschen aus dem In- und Ausland entdecken, dass Kassel zu allen Zeiten eine Reise wert ist.

Reichlich Kunst- und Kulturschätze hatte Kassel schon immer zu bieten. Der Glücksfall des Welterbe-Prädikats für den Bergpark, die kulturpolitische Weitsicht des Grimmwelt-Baus und eine kluge Vermarktung durch städtische Touristiker wirken nun zusammen, um Kassels touristische Attraktivität ins rechte Licht zu rücken.

Bei allen Erfolgen jedoch: So attraktiv für Besucher wie zu documenta-Zeiten ist Kassels Innenstadtleben in anderen Jahren beileibe nicht. Wo alle fünf Jahre bunte Kreativität die Menschen begeistert, wird im Normalbetrieb so gut wie nichts von der Stadt genehmigt, das für mehr Flair rund um Friedrichs- und Königsplatz sorgen könnte. In diesem Punkt muss Kassel erst noch zur Gastgeberstadt werden.

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