Kommentar zu Unterkünften für Flüchtlinge: Keine Lehre gezogen

Kassel. Die Zahl der Flüchtlinge nimmt in Stadt und Landkreis Kassel zu. Im Stadtteil Forstfeld kommt ein Gebäude, das als Unterkunft für Asylsuchende gedacht war, doch nicht mehr in Frage. Die Eigentümerin soll über die Nutzung nicht informiert worden sein. Ein Kommentar dazu von HNA-Redakteurin Anja Berens.

Die Suche nach geeigneten Unterkünften für Flüchtlinge ist ein emotionales Thema. So hoch es der Stadt anzurechnen ist, dass sie sich statt um Container-Bleiben um angemessenen Wohnraum für Asylsuchende im gesamten Stadtgebiet bemüht, so sehr verwundert doch das Vorgehen im konkreten Fall: Warum haben sich die Verantwortlichen bei der Immobilie im Stadtteil Forstfeld nicht richtig abgesichert?

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Da werden Erinnerungen an die anfängliche Suche nach einem Trinkraum wach: Damals hatte die Stadt einen ersten Standort präsentiert, ohne einen unterschriebenen Mietvertrag in der Tasche gehabt zu haben. Der Eigentümer hatte erst von der Zeitung erfahren, wie der als „soziale Begegnungsstätte“ deklarierte Raum wirklich genutzt werde sollte, und machte einen Rückzieher.

Unverständlich, dass die Stadt aus dem unprofessionellen Handeln von einst offenbar keine Lehren gezogen hat. Bei einem derart sensiblen und hitzig diskutierten Thema sind Schnellschüsse schlicht kontraproduktiv.

E-Mail an die Autorin:  abe@hna.de

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