Kommentar zur Fahne am Herkules: Nicht nachahmen

Kassel. Am Baugerüst vor dem Kasseler Herkules war am Dienstamorgen eine Flagge der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK angebracht worden. Dazu ein Kommentar von Jan Schlüter.

Die Aktion war spektakulär und ist nicht nachahmenswert. Weit oben am Baugerüst hing am Dienstag eine riesige Fahne der verbotenen Kurden-Organisation PKK. Ein Zeichen des Protests.

Das Hissen des Banners ist auch Ausdruck der Verzweiflung. Verständlicherweise kann so mancher in Kassel lebende Kurde die Angriffe der türkischen Armee gegen seine Landsleute nicht einfach still ertragen. Statt selbst zu Waffen zu greifen und zu töten, wie es einige militante PKKler in der Türkei tun, ist ein stiller Flaggenprotest ohne Frage die bessere Alternative.

Deutschland ist ein toleranteres Land als die Türkei. Alle haben hier das Recht, friedlich zu protestieren. Türken und Kurden müssen sich aber hüten, den mit Waffengewalt angeheizten Konflikt nach Deutschland zu exportieren.

So ernst die Anliegen der Kurden und ihrer Sympathisanten auch sind, bestehen wir Nordhessen doch darauf, den Herkules nicht mehr zu beflaggen. Auf ein Kräftemessen mit dem starken Mann da oben sollte man es nicht ankommen lassen.

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