Ulrike Pflüger-Scherb über das Vereinsverbot

Kommentar zum "Sturm 18"-Verbot: Sein größter Coup

Kassel. Das hessische Innenministerium hat den rechtsextremistischen Kasseler Verein "Sturm 18" verboten. Doch damit verschwindet nicht die Ideologie dieser Neonazis, findet Ulrike Pflüger-Scherb.

Dem Kasseler Neonazi und Kriminellen Bernd T. sind schon viele Chancen in unserem Rechtsstaat gegeben worden. Immer wieder hat er sie mit Füßen getreten. Dem Blender Bernd T. hat es sicher auch großen Spaß gemacht, damit anzugeben, sich mit den NSU-Terroristen getroffen zu haben. Auch wenn er mittlerweile zugegeben hat, sich das alles nur aus Spaß ausgedacht zu haben, wird T. bundesweit von allen Medien immer wieder mit dem Nationalsozialistischen Untergrund in Verbindung gebracht. Das gefällt diesem Wichtigtuer.

Sein größter Coup ist ihm sicher damit gelungen, seine krude Neonazi-Kameradschaft in einen Verein umzuwandeln. Es ist gut, dass das Innenministerium „Sturm 18“ jetzt verboten hat. Denn nicht nur T., sondern auch seine ihm unterwürfigen Anhänger mussten sich immer wieder vor Gericht verantworten. Ausländerfeindlichkeit und Menschenverachtung spielten bei ihren Taten fast immer eine Rolle.

Eins ist klar: Mit dem „Sturm 18“-Verbot verschwindet nicht die Ideologie dieser Neonazis.

Rubriklistenbild: © Koch

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