HNA-Kommentar 

Umweltfest in Kassel steht auf der Kippe: "Ruhe bewahren"

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Tag der Erde

Kassel. Der Tag der Erde gerät erneut in die Schlagzeilen. HNA-Redakteur Maik Dessauer sagt: "Ruhe bewahren."

Die Diskussionen der vergangenen Monate um den Tag der Erde erinnerten eher an einen Kindergeburtstag als an eine Debatte erwachsener Menschen. Egal ob der lächerliche Bratwurststreit oder die Kommerz-Kritik der Kasseler CDU, die die Stadt aufforderte, jegliche finanzielle Unterstützung für die Veranstalter zu streichen.

Beinahe will man sagen: Jetzt auch noch das! Die Veranstalter haben das Thema Sicherheit unterschätzt. Deshalb muss das Fest nun womöglich auf eine andere Straße verlegt werden. Wer dem Tag der Erde aber nun ein Pannen-Image wie etwa dem Berliner Flughafen andichten will, nur weil das Umweltfest aktuell ungewöhnlich präsent in den Medien ist, der vermischt Dinge miteinander, die nicht zusammen gehören.

Sicher, auf die Idee, dass der Straßenbahnverkehr zu einer Gefahr für die Besucher werden könnte und dass die Feuerwehr im Notfall auch in die kleinen Gassen kommen muss, hätten die Veranstalter auch früher kommen können. Aber letztlich ist es besser, Fehler spät einzugestehen, als fahrlässig zu handeln.

Um die Bedenken der Beteiligten nachvollziehen zu können, muss man sich nicht erst die Bilder der Loveparade 2010 oder des Berliner Weihnachtsmarkts 2016 in Erinnerung rufen. Sollte die Holländische Straße zu unsicher für den Tag der Erde sein, dann wird ein anderer Straßenzug gefunden werden. Vielleicht ja zwischen Uni und Eisenschmiede – Hauptsache sicher.

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