HNA-Open-Air am 20. August: Ein Kracher zum Finale

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Herrliche Kulisse: Die Aufnahme aus dem vergangenen Jahr entstand beim Finale mit dem Staatsorchester auf der Bühne vor der Orangerie. Das Feuerwerk bietet einen stimmungsvollen Höhepunkt.

Kassel. Am 20. August, findet das HNA- Open-Air mit dem Kasseler Staatsorchester vor der Orangerie statt. Der Eintritt ist frei. Im Vorfeld informieren wir über die Akteure, das Programm und geben Tipps zur Anfahrt.

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Wie das Feuerwerk zum Abschluss des HNA-Open-Air genau aussehen wird, verrät Walter Scharenberg nicht. Nur so viel: Es könnte Gold vom Himmel regnen und mit dem muskalischen Finale des Staatsorchesters auch mal richtig krachen.

Vorher - und das macht das von Scharenberg gestaltete Feuerwerk so sympathisch - funktionieren die optischen Effekte leise und rücksichtsvoll gegenüber der Musik.

Sorgt für das Feuerwerk beim HNA Open-Air: Walter Scharenberg.

63 Jahre alt ist Walter Scharenberg, der aus Braunschweig stammt und in Kaufungen lebt. Er ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und ist eigentlich aus der Not heraus zum Pyrotechniker geworden. Fast 30 Jahre ist das jetzt her. Bei einer Geburtagsfeier sollten alle Gäste etwas vortragen. Ein Gedicht, eine Schauspieleinlage, ein Lied. „Das ist überhaupt nichts für mich, ich stehe nicht gern auf der Bühne“, sagt Scharenberg. Die Feier fand im Januar statt, einige Knaller und Raketen von Silvester hatte er noch. „Ich habe ein kleines Gartenfeuerwerk gemacht, damit fing alles an“, sagt er.

Heute ist er staatlich geprüfter Feuerwerker. Die Ausbildung hat er neben seinem Hauptberuf als Sozialarbeiter gemacht. Scharenberg, der an der Gesamthochschule studiert hat, gehörte 20 Jahre zum Leitungsteam der Tagesaufenthaltsstätte Panama, einer Anlaufstation für Wohnungslose. Heute hat er eine halbe Stelle beim Verein Soziale Hilfe, sein zweites Standbein ist die Pyrotechnik.

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Nicht ungefährlich

„Ohne vernünftige Qualifikation hätte ich dieses Hobby nicht weiter betreiben können, dafür sind die Gefahren zu groß“, sagt er. 26 große Feuerwerke musste er als Assistent begleiten, Therorie büffeln und dann eine Prüfung machen. „Ich hatte das Glück, dass ich bei der Firma, die für André Heller das Feuerwerk macht, lernen durfte“, sagt Scharenberg.

Für die Choreographie des Feuerwerks in der Karlsaue verlässt er sich auf seine Erfahrung und auf seine Kollegin Gudrun Pause. „Im Gegensatz zu mir kann sie eine Partitur lesen“, sagt der Feuerwerker.

Stunden vorher beim Aufbau

Zusammen mit einem Team von sechs Helfern baut er schon Stunden vor Beginn des Konzerts alles auf. Wenn die Musiker mit der Hymne „Rule Britannia“ auf das Finale zusteuern, steigen hinter der Orangerie die Feuerwerkskörper in den Himmel. Das sind keine Raketen, sondern kleine Bomben, die aus einem Mörser bis zu 200 Meter hoch geschossen werden. Und zwar genau im richtigen Moment, passend zum Takt der Musik.

Walter Scharenberg, der zum dritten Mal beim HNA Open-Air mitmacht, weiß fünf Minuten später, ob alles wie geplant geklappt hat. So lange dauert das Feuerwerk. „Ich freue mich darauf, diese Kulisse ist einfach großartig“, sagt er. Sein Wunsch: Der einzige Regen an diesem Abend soll golden sein und einige Sekunden glitzernd über der Orangerie stehen.

Von Thomas Siemon

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