HNA-Umfrage: Wo blitzt es in der Region am schönsten?

Die Blitzer im Überblick zum Vergrößern: 1. Anlage am Ortsausgang von Elgershausen. 2. Lohfelden, Ochshäuser Dorfstraße. 3. Anlage am Ortseingang von Sandershausen. 4. Blitzer in Gilserberg. 5. Göttingen, Danziger Straße. 6. Blitzanlage an der A 7, Werratalbrücke. 7. Autobahn 44, Bergshäuser Brücke. 8. Einer der zehn neuen Blitzer in Kassel, Ludwig-Mond-Straße.

Kassel. Für die einen ist es die Hässlichkeit in Säulenform, für andere ein Symbol des Zweckmäßigen: Nachdem die Hälfte der zehn neuen Blitzer in Kassel aufgestellt ist, rufen die Freien Wähler zum Widerstand der Ästheten auf.

Wir stellen gestalterische Alternativen aus der Region vor und fragen unsere Leser nach ihrer Meinung.

Weil sich über Geschmacksfragen gut streiten lässt – das zeigt die breite Diskussion auf HNA.de – starten wir eine Online-Abstimmung über das schönste Modell in der Region.

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Es scheint so, als habe Kassels Stadtverordnete Bernd W. Häfner von den Freien Wählern (FWG) die Angelegenheit zu seiner persönlichen Chefsache erklärt: Olivgrün und klobig offenbarten die Blitzer den Geschmack der Stadtverwaltung, schimpfte Häfner. Ähnlich scharf fällt die Kritik einiger Leser auf HNA-Online aus: „Das Ding sieht aus, als hätte die Bundeswehr etwas am Straßenrand stehen gelassen“, heißt es in einem der Kommentare. Auch als „Stasi-Säulen“ werden sie in der Netz-Diskussion tituliert.

Während andere das Thema als verfrühte Sommerloch-Debatte abtun, holen einige Leser zum Gegenangriff aus: „Was erwartet die FWG? Blitzer in Blumentöpfen?“. Spöttisch ist auch die – möglicherweise ungewollt – zweideutige Äußerung des Leser, der sich unter dem Pseudonym Prater Luft macht: „Ich habe schon bedeutend Hässlicheres an Straßenrändern stehen sehen.“

Im Rathaus beruft sich das Ordnungsamt auf die Zweckmäßigkeit: „Die Technik bestimmt die Form. Die Hülle soll die Anlage vor Vandalismus schützen“, sagt Rathaussprecher Hans-Jürgen Schweinsberg. Zudem sei es eine Kostenfrage. Die Anlagen seien nur gemietet und dafür erhalte die Aufstellerfirma einen Anteil aus den Gebühren.

Häfner von der FWG hat mit seinem Einwurf jedenfalls Aufmerksamkeit erzeugt. Radiosender haben bereits Interviews bei ihm angefragt. Von Sommerloch-Debatte will er nichts hören, das Stadtbild sei ein relevantes Thema und die „Ein-Mann-Torpedos“ störten die Optik massiv.

Philosophisch nimmt es HNA-Online-Leser Walter Dobich: „Mir ist es lieber, dass jemand der mir nichts Gutes will, eine gewisse Hässlichkeit hat, damit ich nachher nicht sagen kann, von dem hätte ich was anderes erwartet.“

Von Bastian Ludwig

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