Tolle Ausblicke am Hohen Dörnberg und Abschlussfest am Bühl

HNA-Wanderung: 400 entdeckten den Kassel-Steig

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Vierbeiniger Mitwanderer: Der ausgebüxte Artus schloss sich der Gruppe an. Ingrid Steiner-Sommer warf Stöckchen, bis die Herrchen den Hund am Dörnberg in Empfang nahmen.

Kassel. Mehr als 5700 Kilometer hatten die Wanderer am Ende zusammengenommen bewältigt. 400 Teilnehmer machten am Sonntag bei herrlichem Frühlingswetter bei der HNA-Wanderung auf dem neu eröffneten Kassel-Steig mit.

Die 14,4 Kilometer der ersten Etappe vom Herkules bis nach Ahnatal-Weimarsind zwar wegen des Aufstiegs zum Dörnberg nicht ohne. Der Abschnitt sei aber auch der Schönste des insgesamt 157 Kilometer langen Kassel-Steigs, stellte Klaus Spangenberg vom Hessisch-Waldeckischen Gebirgsverein (HWGV) seiner Gruppe beim Start in Aussicht. Es war nicht zu viel versprochen. Niemand machte an den Serpentinen, die zum Hohen Dörnberg führen, schlapp. Aber alle waren begeistert von den Ausblicken auf das Kasseler Becken sowie die Helfensteine und das Dörnbergplateau, über dem die ersten Segelflieger kreisten.

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Im Viertelstundentakt hatten sich ab 8.15 Uhr sechs Gruppen am Herkules auf den Weg gemacht. Um die vielen Wanderer pünktlich zum Start zu bringen, hatte die KVG Sonderbusse eingesetzt. Über die Hutewiesen hinterm Herkules geht es bei noch morgendlich frischen Temperaturen auf die Kastanienallee, einen ehemaligen kaiserlichen Reitweg, wie Spangenberg erläutert. An der Igelsburg vorbei öffnet sich beim Verlassen des Waldes die Feldflur. Der Dörnberg ist in der Ferne schon zu sehen.

Plötzlich stößt ein kleiner struppiger Hund zur Wandergruppe und markiert trotz der zahlreichen blau-weißen Wegweiser des Kassel-Steigs die Strecke sorgfältig mit seiner eigenen Note. Ein Anruf bei der Nummer auf dem Halsband klärt, dass Artus ausgebüxt ist. Er ist bis zum Hohen Dörnberg, wo seine Herrchen ihn wieder abholen, der heimliche Star der Wanderung.

Ein leichter Dunst verhindert auf dem Dörnberg zwar den Weitblick bis zum Harz, den man an manchen Tagen erleben kann. Das Panorama ist aber auch so fantastisch. Eine gute Gelegenheit für eine Brotzeit. Der Abstieg bei strahlender Sonne bringt immer neue faszinierende Blicke auf die karge Landschaft des Hochplateaus.

Kassel Steig: HNA-Wanderung bei herrlichem Wetter

Um 14 Uhr trudelt die Gruppe am Bühl ein, wo den Wanderern der Duft von Bratwurst in die Nase zieht. Nach fast 18.000 Schritten, die der Zähler eines Wanderers anzeigt, ist jetzt Entspannung angesagt.

Der Wanderführer „Kassel-Steig“ des HWGV (126 Seiten, Kartographische Kommunale Verlagsgesellschaft, ISBN 978-3-86973-064-6) ist für 10 Euro im Buchhandel erhältlich.

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