In der Goethestraße 15 startet die GWH ein Wohnprojekt für ältere Menschen

Ein Hochhaus für Senioren

Stefan

vorderer westen. Anfang April wird es am Hochhaus in der Goethestraße 15 mit Umbauarbeiten losgehen, die zum September abgeschlossen sein sollen, erfuhr der Ortsbeirat Vorderer Westen jetzt in seiner jüngsten Sitzung.

Die GWH (Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Hessen), Eigentümerin eines der ältesten Hochhäuser Kassels, und die Diakoniestationen der evangelischen Kirche in Kassel wollen dort gemeinsam das Wohnprojekt „Goethe 15 sen“ für ältere Menschen einrichten. GWH-Vertreter Stefan Bürger sowie Martin Müller und Michael Schraut von den Diakoniestationen erläuterten dem Beirat das Vorhaben.

Die insgesamt 72 Mietwohnungen mit 1,5 bis 3 Zimmern sollen mit barrierearmen Bädern und ohne Schwellen umgestaltet werden, zugleich wird das Erdgeschoss zur Service-Etage umgebaut. Hier zieht zum 1. Juli die Diakonie ein, ein Hausmeister kommt hinzu, und ein Gemeinschaftsraum mit Küche und Terrasse soll gebaut werden. Es gibt, bei Bedarf, Pflegeangebote mit 24-Stunden-Hausnotruf, Unterstützung und auch Gästewohnungen. Rund eine halbe Million Euro will die GWH investieren.

Der Wechsel hin zu einer Senioren-Mietergemeinschaft soll sich allmählich, so, wie die Bewohner von selbst ausziehen, vollziehen, niemand werde vertrieben, betonte Bürger.

37 Prozent der derzeitigen Mieter seien über 55, Studenten machten 32 Prozent aus. „Für die neuen Mieter streben wir eine Mischung an“, erklärte Bürger. So könnte etwa auch ein betagter Elternteil mit erwachsenem Kind dort einziehen.

Die Miete für eine neu hergerichtete, barrierearme 33 Quadratmeter große Wohnung soll 280 Euro, für 58 Quadratmeter 385 Euro betragen.

Demografischer Wandel

Das Wohn- und Lebensprojekt „Goethe 15 sen“ erwachse aus dem demografischen Wandel: Die Menschen würden älter bei steigendem Pflegebedarf und steigenden Kosten. In einer solchen Gemeinschaft bleibe man länger selbstständig, hieß es.

Die Mieter der Wohnungen im Erdgeschoss, wo die Service-Etage gebaut werden soll, seien einvernehmlich in anderen GWH-Wohnungen untergekommen. Die GWH plane kurzfristig eine Informationsveranstaltung für die Mieter, sagte Bürger.

Eine Sitzungsbesucherin kritisierte dagegen vehement, dass die GWH Mieter unter Druck gesetzt und aus ihren Wohnungen rausgedrängt habe.

Archivfotos: nh

Von Sabine Oschmann

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