Das erste vorläufige Endergebnis dieser Kommunalwahl in Kassel ist eine gute Nachricht

Kommunalwahl in Kassel: Höhere Wahlbeteiligung trotz Pandemie

Wahlbeteiligung
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Mit 43,7 Prozent hat die Wahlbeteiligung in der Stadt Kassel bei dieser Kommunalwahl höher gelegen als bei der vor fünf Jahren.

Was sich angesichts der Rekordzahl an Briefwahl-Anträgen bereits andeutete, hat sich am Sonntagabend nach der Schließung der Wahllokale bestätigt.

Kassel – Mit 43,7 Prozent hat die Wahlbeteiligung in der Stadt Kassel bei dieser Kommunalwahl höher gelegen als bei der vor fünf Jahren. Von den 147.463 Wahlberechtigten haben demnach 64.388 ihre Stimme(n) abgegeben.

2016 waren es bei 150.033 Wahlberechtigten noch 64.157 Wähler in Kassel gewesen, also 42,8 Prozent.

Das einzige vorläufige Endergebnis, das am Sonntagabend bereits bei dieser Kommunalwahl in der Stadt Kassel feststand, ist damit eine gute Nachricht. Trotz der Pandemie haben prozentual mehr Menschen bei dieser Wahl von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. Der entscheidende Grund dafür ist die stark gestiegene Briefwahl. Diese war nicht nur wegen Corona, sondern auch wegen der Möglichkeit des Kumulierens und Panaschierens angeraten. Viele Menschen haben diese Form der Stimmabgaben genutzt.

Wie berichtet, hatten bereits am vergangenen Freitag rund 49.000 Kasseler die Briefwahl beantragt, also fast ein Drittel der Wahlberechtigten insgesamt. Die Frage war zu diesem Zeitpunkt allerdings noch, wie viele der Personen, die Briefwahl beantragt hatten, dann tatsächlich auch wählen würden.

Erfahrungsgemäß ist dieser Anteil sehr hoch, berichtet der Politikwissenschaftler Lukas Kiepe (Universität Kassel). So lag nach seinen Angaben zum Beispiel der Rücklauf bei der Kommunalwahl 2016 in der Stadt Kassel bei 91,7 Prozent. Den insgesamt 15.580 Briefwählern standen vor fünf Jahren 16 999 Wahlberechtigte gegenüber, die Briefwahl beantragt hatten.

Wie Kiepe erklärt, nimmt man in der Politikwissenschaft bei Wahlen üblicherweise an, dass mehr als 90 Prozent der Personen, die Briefwahl beantragen, dann auch abstimmen.

Bei der Wahl am Sonntagabend in Kassel hat sich diese Annahme bestätigt. Auch ihr hat der allergrößte Teil der der Briefwahl-Antragsteller tatsächlich auch seine Stimme abgegeben. (Andreas Hermann)

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