Angebot an Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten

Hoffnung für Magazinhof

Problem-Immobilie: Das Betreten des Magazinhofs in Niederzwehren ist seit geraumer Zeit verboten. Archivfoto:  Koch

Niederzwehren. Seit Jahren verkümmert der Magazinhof an der Leuschnerstraße. Erst kürzlich hat es auf dem Gelände in Niederzwehren wieder gebrannt. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) will sich seit geraumer Zeit von der 37 000 Quadratmeter großen Fläche, die derzeit nur Kosten verursacht, trennen. Doch Interessenten für das ehemalige Bundeswehrgelände scheint es nicht zu geben. Bislang.

Paket mit 78 Immobilien

Jetzt setzt die Bundesanstalt darauf, den Magazinhof in einem Paket mit 77 weiteren Immobilien in ganz Deutschland an die Gesellschaft zur Entwicklung und Sanierung von Altstandorten (Gesa) zu veräußern. Die Gesa mit Sitz in Berlin gehört zum Bundesfinanzministerium und ist aus der Treuhandanstalt hervorgegangen. Die Gesellschaft hat sich darauf spezialisiert, so genannte Problem-Immobilien zu vermarkten. Die Gesa sei für die Sanierung von Problemgrundstücken, deren Weiterverkauf sowie für die Verwahrung solcher Immobilien zuständig, sagt Gesa-Sprecherin Gudrun Finger. Auf problematische Immobilien, deren Sanierung und Veräußerung ansonsten kaum jemand leisten könne, habe sich die Gesa spezialisiert. Finger bestätigt, dass die Gesellschaft von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben jetzt ein Paket mit 77 Problem-Immobilien, darunter der Magazinhof in Kassel, angeboten bekommen hat.

Sollte das Geschäft zustande kommen, werde die Gesa erstmals in den alten Bundesländern aktiv. Bisher hat sich die Gesellschaft auf die Sanierung von belasteten Grundstücken und Immobilien in den neuen Bundesländern konzentriert.

Abschluss im Sommer

Derzeit liefen die Vorverhandlungen, die 78 in einem Paket angebotenen Grundstücke müssten bewertet werden. „Die Kasseler Fläche kennen wir noch nicht. Deshalb können wir uns dazu noch nicht äußern“, sagt Finger. Die Gesa-Sprecherin geht davon aus, dass die Übernahme der Problem-Immobilien im Sommer 2010 erfolgen könne, sollte man sich mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben einigen.

Von Ulrike Pflüger-Scherb

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