Holzneubau gegen die Enge

Kirchditmolder Grundschule erweitert – Vorbild für weitere Schulen

Wurde innerhalb weniger Monate aufgebaut und eingerichtet: Der Neubau für die Kirchditmolder Grundschule bietet Platz für eine Mensa und sechs Klassenzimmer.
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Wurde innerhalb weniger Monate aufgebaut und eingerichtet: Der Neubau für die Kirchditmolder Grundschule bietet Platz für eine Mensa und sechs Klassenzimmer.

Lange haben Eltern und Schulleitung darauf gewartet: Im Februar wurde der zweigeschossige Neubau für die Grundschule Kirchditmold fertig.

Kassel - Mit dem Abschluss der 2,2 Millionen Euro teuren Arbeiten kann die Schule allen Schülern eine Ganztagesbetreuung anbieten. Das Gebäude mit sechs Klassenräumen und einer Mensa mit hundert Sitzplätzen sei erst der Anfang einer Serie von Holzbauten, die in den kommenden Jahren an weiteren Kasseler Schulen entstehen werden, sagt Stadtbaurat Christof Nolda.

Die Forderung nach einer Erweiterung der Schule gibt es schon seit vielen Jahren. „Die Schule war vorher einfach zu klein. Umso mehr freue ich mich, dass wir nun allen Kindern eine Nachmittagsbetreuung anbieten können“, sagt Schulleiterin Jutta Reitze-Löber.

Während der planerische Vorlauf länger dauerte, waren für den eigentlichen Bau in Holzmodulbauweise nur wenige Monate nötig. Mit den Fundamentarbeiten war erst im August begonnen worden. Durch den Baustoff Holz würden Bauzeiten verkürzt und er sei zudem klimafreundlicher als Massivbauten, sagt Nolda. Innerhalb von zwei Wochen sei der Holzbau in den Herbstferien aufgerichtet worden. Anschließend folgten der technische Ausbau und die Einrichtung des Gebäudes. Auch das Flachdach musste noch begrünt werden. Doch dann stand dem Start in den Ganztag nichts mehr im Weg.

Bereits zum Schuljahr 2020/21 war die Grundschule im Pakt für den Nachmittag aufgenommen worden. Schule und Hort haben ein Konzept für die ganztägige Arbeit entwickelt. Seit Dezember ist an der Schule außerdem eine Sozialarbeiterin zur Weiterentwicklung und Koordination des Ganztags eingesetzt.

„Der Ausbau von Ganztagsangeboten ist sowohl für die Kinder ein wichtiger Fortschritt, insbesondere mit Blick auf die Bildungsgerechtigkeit, es ist aber auch ein wichtiger Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, sagt Bildungsdezernentin Ulrike Gote.

Aufgrund der Corona-Pandemie verlief der Start in den Ganztagsbetrieb aber nicht so wie geplant. Denn eigentlich sieht das Konzept ein vielfältiges Angebot vor, aus dem die Schüler wählen können. Neben einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa und der Lernbegleitung gehören AG-Angebote wie offene Angebote sowie Freispielmöglichkeiten zum offenen Ganztagsangebot. Aufgrund der Corona-Pandemie ist es aber nicht möglich, dass die Schüler ihre Stammgruppen verlassen. Deshalb gibt es derzeit nur feste Gruppen. Aktuell sind 155 Kinder im Ganztag angemeldet, 133 im Hort.

Eine Besonderheit der Schulerweiterung der Kirchditmolder Grundschule ist die Möglichkeit, den Gebäudeteil komplett zu demontieren und dort wieder aufzubauen, wo er dann benötigt wird.

Von Bastian Ludwig

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