„Herbstzauber“ mit 100 Ausstellern von heute an bis zum Wochenende

Hortensien, Hirsche und Heilkräuter beim Gartenfest in Kassel

Der Holländer Harry Hausman verkauft Hortensien: Im Herbst seien vor allem Pflanzen mit violetten und dunkelroten Blüten gefragt.
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Der Holländer Harry Hausman verkauft Hortensien: Im Herbst seien vor allem Pflanzen mit violetten und dunkelroten Blüten gefragt.

Kassel - Violette und dunkelrote Hortensien sind im Herbst besonders beliebt, sagt Harry Hausman. Der Holländer ist einer von rund 100 Ausstellern, die ab heute auf dem Gartenfest „Herbstzauber“ in der Karlsaue ihre Waren anbieten.

Hausman verkauft winterharte Hortensien. Verschiedene Sorten, die für Schatten, Halbschatten oder Sonne geeignet sind. Macht es denn Sinn, im Herbst noch Hortensien zu pflanzen? Auf alle Fälle, so Hausman. Im Herbst sei der Boden noch warm, und die Pflanzen könnten noch viele Wurzeln schlagen. Dadurch habe sie im kommenden Frühjahr einen Vorteil gegenüber den Pflanzen, die dann erst gepflanzt werden. Und was muss man für solch eine winterharte Hortensie investieren? Zwischen 15 und 25 Euro pro Pflanze, sagt Hausman.

Ziersträucher und Blumenzwiebeln

Neben Hortensien werden Stauden, seltene Ziersträucher, Kräuter, Blumenzwiebeln und Winterblüher angeboten, sagt Charmaine Haid, die beim Veranstalter „Evergreen“ für das Marketing zuständig ist. Zudem gibt es verschiedene Eisendekorationen, Windlichter, dekorative Holzkisten, Gartenskulpturen, Außenkamine, Feuerstellen, wärmende Decken und Kleidung, Honig- und Bienenprodukte Teemischungen und Seifen.

Weniger Aussteller als im Vorjahr

Mit rund 100 Ausstellern würden diesmal beim „Herbstzauber“ etwa 15 weniger als im vergangenen Jahr teilnehmen, sagt Haid. Wegen der Corona-Pandemie hätten einige ihr Gewerbe aufgeben müssen, sagt die Marketingleiterin. Hinzu komme, dass die Stände weiter auseinanderstehen würden als im Vorjahr. Die Wege sind für die Besucher verbreitert worden, und die Museumslandschaft Kassel (MHK) hat in diesem Jahr mehr Fläche zur Verfügung gestellt. Die Besucher des „Herbstzaubers“ müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Haid ist zuversichtlich, dass die Ausstellung unter Corona-Bedingungen gut klappen wird. Schließlich sei das bereits die sechste Veranstaltung in diesem Jahr, die „Evergreen“ unter diesen Bedingungen auf die Beine stelle. Man gehe auch von weniger Besuchern als früher aus. In den Vorjahren seien je nach Witterung 12 000 bis 15 000 Besucher in die Karlsaue gekommen. An diesem Wochenende rechne man mit 8000 Menschen.

Die können sich auch am Stand von Alexander Zierleyn mit winterharten Kräutern eindecken. Über das ganze Jahr gesehen biete sein Spezialbetrieb etwa 400 Kräuter an, im Herbst und Winter noch rund 150, sagt Zierleyn. Nach Kassel hat der Gärtner aus Nordhorn zum Beispiel verschiedene Sorten Minze, Koriander, Bergbohnenkraut, Ampfer und Heilpflanzen mitgebracht. Aus dem chinesischen „Kraut der Unsterblichkeit“ könne man einen Tee kochen oder einen Salat zubereiten. Das Kraut wirke ähnlich wie Ginseng, nur intensiver. Damit stärke man das Immunsystem.

Service: „Herbstzauber“ vom Freitag bis Sonntag, 25. bis 27. September, jeweils 10 bis 18 Uhr, Karlsaue und Blumeninsel Siebenbergen. Eintritt: 9 Euro, ermäßigt 7 Euro, Kinder bis 17 Jahre Eintritt frei.

(Ulrike Pflüger-Scherb)

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